Fertigbrei im Check

Instant Porridge – praktisch aber nicht zwingend gesund

Schnell angerührt, schnell gegessen: VKI prüfte 41 Instant Porridges. Das Ergebnis überrascht – doch einen Haken gibt es.
Heute Life
26.06.2026, 22:11
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Wer morgens wenig Zeit hat, greift gerne zu Instant-Porridge. Heißes Wasser drauf, umrühren, fertig. Doch wie gesund sind die praktischen Frühstückshelfer wirklich? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt 41 Produkte unter die Lupe genommen.

Kein einziger Verlierer im Test

Die gute Nachricht für Frühstücks-Fans: Kein Produkt fiel durch. Vier Instant Porridges schafften sogar die Bestnote "sehr gut", weitere 24 wurden mit "gut" bewertet. Die restlichen 13 Produkte landeten im Mittelfeld.

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Besonders überzeugen konnten die Sorten von Kölln, Bauck Mühle, Zurück zum Ursprung und Davert. Auffällig dabei: Die Testsieger gehören preislich nicht zu den teuersten Angeboten und kosten zwischen 60 Cent und 1,25 Euro pro 100 Gramm.

Gesund – aber nicht automatisch

Instant-Porridge gilt oft als gesunde Frühstücksalternative. Laut VKI stimmt das grundsätzlich, allerdings kommt es auf die Zutaten an. Vor allem Produkte auf Basis von Haferflocken ohne zugesetzten Zucker schneiden ernährungsphysiologisch gut ab.

Hafer liefert Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate, pflanzliches Eiweiß sowie wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink. Wer zu puren Basis-Mischungen greift, ist meist auf der sicheren Seite.

Große Unterschiede beim Nutri-Score

Während sämtliche Basis-Porridges den Nutri-Score A erhielten, zeigt sich bei Varianten mit Milch sowie Geschmacksrichtungen wie Schoko oder Vanille ein deutlich gemischteres Bild. Dort reicht die Bewertung von A bis D.

Das zeigt: Nicht jedes Instant-Porridge ist automatisch ein Gesundheitsprodukt. Zusätzlicher Zucker und weitere Zutaten können die Nährwertbilanz deutlich verschlechtern.

Praktisch durch stärkere Verarbeitung

Im Unterschied zu klassischen Haferflocken werden die Zutaten bei Instant-Porridge meist stärker verarbeitet. Sie werden feiner gemahlen, vorgequollen oder thermisch behandelt. Dadurch reicht meist das Übergießen mit heißem Wasser oder Milch aus – Kochen ist nicht mehr nötig.

Genau diese Bequemlichkeit macht die Produkte für viele Konsumenten attraktiv.

Kritik an schwer lesbaren Etiketten

Verbesserungsbedarf sieht der VKI vor allem bei der Verbraucherfreundlichkeit. 17 der 41 getesteten Produkte erhielten in diesem Bereich nur eine durchschnittliche Bewertung. Ein häufiger Kritikpunkt: schwer lesbare Angaben auf den Verpackungen. Wer beim Einkauf schnell Zutaten oder Nährwerte vergleichen möchte, stößt damit oft an Grenzen.

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