Augen auf im Supermarkt

Dieses Wort auf Eis-Packung verrät die Qualität

Eis ist nicht gleich Eis: Ein unscheinbares Wort auf der Packung zeigt oft, wie hochwertig das Produkt wirklich ist.
Heute Life
25.06.2026, 13:45
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Im Sommer gehört Speiseeis für viele einfach dazu. Vor den Tiefkühltruhen im Supermarkt greifen Kunden meist nach Lieblingssorte, Marke oder Sonderangebot. Dabei verrät oft schon ein kleines Wort auf der Verpackung, was tatsächlich im Becher oder in der Familienpackung steckt.

Der große Unterschied

Viele Konsumenten verwenden die Begriffe "Eis" und "Eiscreme" synonym. Tatsächlich gibt es aber klare Unterschiede. Während "Eis" lediglich ein allgemeiner Oberbegriff für gefrorene Süßspeisen ist, gelten für "Eiscreme" strengere Vorgaben.

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In Österreich sind diese Regeln im Österreichischen Lebensmittelbuch festgelegt. Demnach muss Eiscreme beziehungsweise Cremeeis mindestens zehn Prozent Milchfett enthalten. Dieses Fett darf ausschließlich aus Milch oder Milchprodukten wie Schlagobers stammen.

Anders sieht es bei gewöhnlichem Speiseeis also "Eis" aus. Hier dürfen Hersteller auch pflanzliche Fette, etwa Kokosfett, verwenden. Das senkt die Produktionskosten – wirkt sich aber oft auf Geschmack und Qualität aus.

Warum sich der Blick aufs Etikett lohnt

Der Unterschied ist nicht bloß eine Frage der Bezeichnung. Viele günstigere Produkte ersetzen teurere Zutaten wie Vollmilch oder Schlagobers teilweise durch Magermilch und pflanzliche Fette.

Wer Wert auf hochwertige Zutaten legt, sollte deshalb nicht nur auf den Preis schauen, sondern die genaue Produktbezeichnung prüfen. Ein kurzer Blick auf die Verpackung kann bereits viel über die Zusammensetzung verraten.

Vanille-Eis: Nicht alles ist echte Vanille

Besonders deutlich werden die Qualitätsunterschiede bei Vanilleeis. Denn Vanilleeis darf nur dann so heißen, wenn tatsächlich Bestandteile der Vanilleschote, Vanilleextrakt oder natürliches Vanillearoma enthalten sind.

Produkte mit der Aufschrift "Vanillegeschmack" müssen dagegen keine echte Vanille enthalten. Hier kommt häufig künstlich hergestelltes Vanillin zum Einsatz.

Auch die beliebten schwarzen Punkte im Eis sind kein Garant für Spitzenqualität. Sie stammen nicht zwangsläufig aus hochwertigem Vanillemark, sondern können auch aus gemahlenen Schoten minderer Qualität gewonnen werden.

Schoko-Eis überrascht viele Käufer

Wer bei Schokoladeneis eine Extraportion Schokolade erwartet, könnte ebenfalls enttäuscht werden. Denn oft steckt in der Eismasse vor allem fettarmes Kakaopulver.

Werbungen mit Vollmilch- oder Zartbitterschokolade beziehen sich häufig lediglich auf kleine Schokostückchen im Produkt. Für ein intensiveres Aroma lohnt daher ein Blick auf die Zutatenliste. Dort zeigt sich schnell, ob tatsächlich Schokolade verarbeitet wurde oder hauptsächlich Kakao enthalten ist.

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