Für viele beginnt der Tag erst mit einer Tasse Kaffee. Schnell eine Kapsel in die Maschine, Knopf drücken – und wenige Sekunden später steht das Heißgetränk bereit. Kein Wunder, dass Kapselmaschinen in vielen Haushalten so beliebt sind. Doch gerade bei der Entsorgung machen viele einen Fehler, der die Umwelt unnötig belastet.
Denn selbst vermeintlich nachhaltige Kaffee-Kapseln landen häufig im falschen Müll. Umweltorganisationen warnen deshalb davor, sich von Begriffen wie "kompostierbar" oder "biologisch abbaubar" täuschen zu lassen.
Viele Verbraucher gehen davon aus, dass kompostierbare oder papierbasierte Kaffee-Kapseln einfach in die Biotonne gehören. Genau das ist jedoch meist falsch: Diese dürfen, trotz ihrer Materialien, in der Regel nicht über den Biomüll entsorgt werden. Der Grund: Sie bauen sich häufig nicht schnell genug oder nicht vollständig ab und müssen in Kompostieranlagen aussortiert werden.
Viele Kapseln bestehen zwar aus Bioplastik oder werben mit einer kompostierbaren Hülle. Trotzdem bedeutet das nicht, dass sie sich in industriellen Kompostieranlagen vollständig zersetzen. "Am Ende landen die aussortierten Kapseln in der Verbrennung und die Rohstoffe gehen unwiederbringlich verloren", erklärt Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft der Deutschen Umwelthilfe, gegenüber dem Europäischen Wirtschaftsdienst.
Dadurch entsteht zusätzlicher Aufwand bei der Mülltrennung – und die erhoffte Umweltentlastung bleibt aus.
Am besten ist es, auf Einwegkapseln möglichst zu verzichten. Wer dennoch nicht auf sein Kapselsystem verzichten möchte, kann stattdessen auf wiederbefüllbare Mehrwegkapseln aus Edelstahl oder Kunststoff setzen. Sie lassen sich immer wieder verwenden und verursachen deutlich weniger Verpackungsmüll.
Auch größere Kaffeepackungen oder klassische Filter- beziehungsweise Siebträgermaschinen gelten aus Umweltperspektive als deutlich nachhaltiger.