Nach wochenlanger Suche gibt es für Christian H. nun zumindest Gewissheit, wann die dringend benötigte Untersuchung stattfinden kann. Der 53-Jährige hat einen Termin für ein Herz-MRT im Landesklinikum Amstetten bekommen – und zwar am 18. November.
Der Verdacht war vor rund zwei Monaten bei einer Routine-Untersuchung. Anschließend suchte er einen Privatarzt auf, der den Fund bestätigte.
"Das hat 360 Euro gekostet. Und ich soll jetzt abklären lassen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist", schilderte der 53-Jährige. Dafür benötigt er ein spezielles Herz-MRT.
Die Suche nach einem Untersuchungstermin gestaltete sich allerdings schwierig. H., der zuletzt sechs Jahre in der schwierigen Autozulieferer-Branche beschäftigt war und derzeit auf Arbeitssuche ist, wandte sich nach eigenen Angaben an mehrere Spitäler.
"Und jene, die es tun, weisen mich ab. Nach Wien darf ich nicht, weil ich aus NÖ bin. Aus dem St. Pöltner Spital hat es geheißen, sie nehmen nur ,Bestandskunden‘", hatte der Niederösterreicher seine erfolglose Suche geschildert.
Die NÖ Landesgesundheitsagentur erklärte dazu auf "Heute"-Anfrage, dass der Patient bislang weder ambulant noch stationär im Universitätsklinikum St. Pölten behandelt worden sei. Auch im Landesklinikum Mistelbach scheine der Mann im Zusammenhang mit dem Verdacht auf eine kardiologische Erkrankung nicht auf.
Für eine weitere Einschätzung der medizinischen Situation solle sich der Patient "an die zuständige Abteilung laut Facharztüberweisung wenden", hieß es seitens der Landesgesundheitsagentur. Zugleich betonte die LGA: "Natürlich werden in derartigen Fällen medizinisch indizierte Behandlungen, sofern erforderlich, unverzüglich veranlasst."
Nun gibt es für H. nach dem "Heute"-Bericht eine neue Entwicklung. Seine weitere Suche nach einem Untersuchungsplatz war erfolgreich: "Ich habe heute (Anm.: Donnerstag, 24. September) mit dem Landesklinikum Amstetten gesprochen und einen Termin bekommen, zwar erst am 18. November", berichtet er "Heute".
Damit hat der 53-Jährige nun zumindest einen fixen Termin für das benötigte Herz-MRT. Bis zur Untersuchung, die Klarheit über den auffälligen Befund bringen soll, muss er sich allerdings noch mehrere Wochen gedulden.