Historisches Endspiel

U17 mit Kampfansage vor Finale: "Wir wollen den Pott"

Österreichs U17 steht sensationell im Endspiel bei einer WM. Verstecken will man sich im Finale gegen Portugal jedenfalls nicht.
Sport Heute
26.11.2025, 08:34
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"Sie sind auch nur 17-jährige Teenager, die gewinnen wollen – wie wir auch“, sagt Österreichs U17-Goalie Daniel Posch vor dem WM-Finale gegen Portugal. Verstecken will sich im ÖFB-Team niemand, im Gegenteil: Nach einer perfekten Turnierleistung brennt die Truppe auf das Endspiel am Donnerstag (17 Uhr) in Katar.

Das sind unsere U17-Helden:

Sieben Spiele, sieben Siege, ein Torverhältnis von 17:1 – Österreich steht völlig verdient im Finale. In der K.-o.-Phase räumten die ÖFB-Youngsters Tunesien (2:0), England (4:0), Japan (1:0) und Italien (2:0) ohne Gegentor ab. Leidenschaftlich in der Defensive, blitzschnell im Umschalten und eiskalt vor dem Tor: Vor allem Johannes Moser drückt dem Turnier seinen Stempel auf, der 17-jährige Kärntner hält bereits bei acht Treffern und führt die Torschützenliste klar an. "Wir wollen den Pott mit nach Hause nehmen", stellt Mittelfeldspieler Vasilije Markovic die Ansage für das Finale klar.

Muss das Nationalstadion in Wien stehen?

Dass die Mannschaft längst mehr als ein Außenseiter ist, weiß auch Markovic: "Portugal ist sicher ein guter Gegner, aber wir müssen vor niemandem Angst haben. Es ist bis jetzt eine unglaubliche WM, Ziel ist jetzt natürlich der Titel. Wir gehen voller Zuversicht in die Partie." Der Austria-Wien-U18-Akteur wird im Zentrum erneut als Abräumer gefragt sein – dabei war sein Final-Einsatz kurz nach dem Halbfinale noch wackelig, weil er gegen Italien Rot gesehen hatte. Nach einer Video-Challenge von Teamchef Hermann Stadler blieb es aber bei Gelb. "Das waren pure Emotionen", sagt Markovic.

Ndukwe kehrt nach Sperre zurück

Positiv für Österreich: Ifeanyi Ndukwe kehrt nach Gelbsperre zurück, auch wenn Stadler betont, dass er allen Spielern vertraut: "Wir müssen an die eigenen Stärken glauben. Wir können jeden schlagen, weil wir so gut verteidigen und diese unglaubliche Mentalität haben."

Portugal kommt als U17-Europameister ins Finale, hatte auf dem Weg dorthin aber deutlich mehr Mühe als Österreich: In der Gruppe setzte es gegen Japan ein 1:2, Brasilien wurde im Halbfinale erst im Elfmeterschießen gebogen. Bis auf Goalie Romario Cunha stehen die meisten Portugiesen bei Benfica und Porto unter Vertrag – große Namen, die die ÖFB-Kicker aber nicht einschüchtern. "Es ist eine Fußballnation, jeder kennt sie. Aber sie sind eben auch nur 17-jährige Teenager", sagt Posch, der in sechs Spielen noch ungeschlagen ist.

Gespielt wird diesmal im großen Khalifa International Stadium vor tausenden Fans statt auf den Trainingsplätzen der Aspire Academy. "Die Vorfreude ist unglaublich groß. Es wird ein richtig geiles Spiel, ein unbeschreibliches Erlebnis, einmal vor so vielen Leuten zu spielen", so Posch.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.11.2025, 16:32, 26.11.2025, 08:34
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