Wahlkrimi

Uganda sperrt Internet vor Präsidentschaftswahl

Kurz vor den Wahlen in Uganda wird das Internet landesweit gesperrt. Die Regierung verweist auf Sicherheitsgründe, Kritik bleibt jedoch laut.
Digital  Heute
13.01.2026, 21:15
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Zwei Tage vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen in Uganda haben die Behörden das Internet im ganzen Land abgedreht. Am Dienstag wurde der Zugang abgeschaltet, wie Reporter von AFP berichten. Die Beobachtungsstelle Netblocks spricht von einer "landesweiten Störung der Internetverbindung".

Schon davor hat die ugandische Kommunikationsbehörde die Internetanbieter angewiesen, das Netz zu sperren. Das sei notwendig, um "Falschinformationen" und "Aufrufe zur Gewalt" vor den Wahlen zu verhindern, so die Begründung der Behörde.

Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Von der Regierung selbst gibt es vorerst kein offizielles Statement. Ein Beamter sagte zu AFP, niemand wolle die Verantwortung für diese Entscheidung übernehmen.

Herausforderer ohne echte Chance

Am Donnerstag will der seit 40 Jahren regierende Präsident Yoweri Museveni bei der Wahl eine siebte Amtszeit holen. Weil der 81-Jährige die Macht über Polizei und Militär hat und die Opposition stark eingeschränkt wird, gilt sein Sieg als so gut wie fix. Sein Herausforderer Bobi Wine, ein ehemaliger Sänger, hat zwar viele Fans, aber ihm werden kaum Chancen eingeräumt.

Von Musevenis letzter großer Wahlkampfveranstaltung am Dienstag in Kampala waren die meisten internationalen Medien ausgeschlossen. Die Leute bei der Kundgebung wurden mit Bussen in die Stadt gebracht und bekamen gratis Essen, wie sie AFP erzählten.

Schon bei der Wahl 2021 hat Uganda das Internet abgedreht. Damals gab es schwere Vorwürfe wegen Manipulation und Gewalt durch den Staat.

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