Baška auf der kroatischen Insel Krk steht vor einer großen Veränderung. Der bei Urlaubern beliebte Küstenort bekommt eine neue Uferpromenade, modernisierte Badebereiche und deutlich mehr Grünflächen.
Rund acht Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Doch während sich manche auf mehr Komfort und einen leichteren Zugang zum Meer freuen, sehen andere die Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
Die Bauarbeiten haben bereits Anfang Oktober begonnen. Vor allem der bekannte Küstenabschnitt des Ferienortes soll künftig ein anderes Gesicht bekommen.
Konkret geht es um einen rund 445 Meter langen Abschnitt entlang der Küste. Die Promenade soll verbreitert und der angrenzende Strandbereich neugestaltet werden.
Statt einer stark verbauten Uferzone sind künftig zusätzliche Grünflächen vorgesehen. Hochgewachsene Bäume sollen an heißen Sommertagen Schatten spenden, ergänzt durch Sträucher und weitere Pflanzen.
Auch neue Sitz- und Aufenthaltsbereiche sind geplant. Dabei sollen unter anderem natürliche Materialien wie Holz und Stein zum Einsatz kommen. Zusätzlich erhält der Küstenabschnitt eine moderne Beleuchtung. Neue Duschen und Umkleidemöglichkeiten sollen den Aufenthalt für Badegäste angenehmer machen.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die bessere Zugänglichkeit. Mit neuen Rampen und entsprechend gestalteten Wegen soll der Strand künftig auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität leichter erreichbar sein. Damit will die Gemeinde die öffentliche Küstenzone für möglichst viele Menschen nutzbar machen.
Gerade für ältere Urlauber, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen könnten die geplanten Veränderungen Vorteile bringen.
Die Modernisierung sorgt allerdings nicht nur für Zustimmung. Befürworter sehen in den neuen Anlagen eine Verbesserung für Einheimische und Urlauber. Mehr Schatten, modernere Infrastruktur und barrierefreie Zugänge sollen den Aufenthalt an der Küste angenehmer machen.
Kritiker befürchten dagegen, dass Baška durch die baulichen Veränderungen einen Teil seines bisherigen Charakters verlieren könnte. Auch der ohnehin starke Touristenandrang spielt bei der Diskussion eine Rolle. Die Sorge: Eine weiter ausgebaute Promenade könnte den beliebten Urlaubsort noch stärker in den Mittelpunkt des Massentourismus rücken.
Die Gemeinde lässt sich das Vorhaben einiges kosten. Für den betreffenden Bauabschnitt stehen insgesamt rund 8,02 Millionen Euro bereit. Etwa 2,5 Millionen Euro davon stammen aus Fördermitteln der Europäischen Union. Es handelt sich um eines der größten Infrastrukturprojekte der Gemeinde.
Die Arbeiten betreffen den Abschnitt zwischen dem Kreuzungsbereich der Ulica Emila Geistlicha und der Ulica Palada sowie der Mole Mala Riva.
Während der Bauphase müssen sich Urlauber und Einheimische auf Einschränkungen einstellen. Einzelne Küstenabschnitte können vorübergehend gesperrt werden.
Beim Fertigstellungstermin gibt es unterschiedliche Angaben. Laut Bauvertrag sind für die Arbeiten 15 Monate vorgesehen. Lokale Berichte nennen hingegen bereits Mitte 2027 als möglichen Abschluss. Die Gemeinde selbst führt für das Gesamtprojekt einen Zeitraum von Juni 2024 bis Juni 2027 an.
Ob bis dahin sämtliche Arbeiten einschließlich der geplanten Bepflanzung abgeschlossen sein werden, ist noch offen. Fest steht: Wer in den kommenden Monaten nach Baška reist, könnte entlang der Küste auf Baustellen und zeitweise gesperrte Bereiche treffen.
Der Umbau fällt in eine Zeit, in der Kroatien weiterhin zu den gefragtesten Urlaubsländern an der Adria zählt. Das Land verzeichnete zuletzt hohe Besucherzahlen und zahlreiche Übernachtungen. Auch die Insel Krk profitiert von ihrer Beliebtheit bei Urlaubern. Mit der neuen Promenade will Baška seine Infrastruktur aufwerten und den Zugang zum Strand verbessern.