Österreich gilt als sicheres Land. Doch wie steht die Alpenrepublik im internationalen Vergleich da? Wer seinen Urlaub für 2027 plant, sollte nicht nur auf schöne Strände, günstige Hotels und kurze Flugzeiten achten, sondern auch auf die Sicherheitslage. Die neue "Global Risk Map 2027" des US-Sicherheitsunternehmens Global Guardian liefert dazu spannende Einblicke.
Einige Länder verbessern sich deutlich, andere werden als riskanter eingestuft. Dabei werden nicht nur Überfälle oder Diebstähle berücksichtigt, sondern auch bewaffnete Konflikte, Terrorismus, politische Unruhen, Naturkatastrophen, Gesundheitsrisiken und die Infrastruktur fließen in die Bewertung ein. Anhand dieser Kriterien wurden die Länder in fünf Risikostufen - von "niedrig" bis "extrem" - eingeteilt.
Wer im Urlaub möglichst wenig Risiko eingehen möchte, blickt häufig zuerst auf Europa. Hier wurde Österreich als "moderat" eingestuft. Sicherer als die Heimat ist damit eines der beliebtesten Urlaubsländer: Kroatien.
Das Land wurde mit der niedrigsten Risikostufe ausgezeichnet. Wer durch die historischen Gassen von Split oder Dubrovnik schlendert, die spektakulären Wasserfälle des Krka-Nationalparks bestaunt oder an den Küsten Istriens und Dalmatiens entspannt, urlaubt in einem vergleichsweise sicheren Umfeld.
Unter den Ländern mit niedriger Risikostufe finden sich zudem Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Norwegen, Finnland, Dänemark, Irsland, Irland und Portugal sowie Kroatiens Nachbarland Slowenien.
Gute Nachrichten gibt es für Ungarn und Südkorea. Beide Länder wurden laut Global Guardian von "moderat" auf "niedrig" zurückgestuft. Das macht sie für sicherheitsbewusste Reisende besonders interessant.
In Ungarn wird die Entwicklung unter anderem mit Veränderungen der politischen Lage in Verbindung gebracht. In Südkorea spielte die Stabilisierung der zuvor angespannten innenpolitischen Situation eine Rolle. Für Urlauber zeigt sich daran, wie stark sich die Einschätzung eines Landes innerhalb eines Jahres verändern kann.
Gerade Südkorea ist für Reisende aus Österreich eine spannende Alternative zu klassischen europäischen Urlaubszielen. Seoul, die Küstenregionen und die kulturellen Sehenswürdigkeiten locken viele Besucher an. Wie überall gilt aber: Auch bei einer niedrigen Gesamteinstufung sollten Reisende aktuelle Hinweise beachten.
Während sich die Lage in einigen Staaten verbessert, gibt es andernorts Anlass zur Vorsicht. Besonders kritisch bewertet Global Guardian den Iran, der von "hoch" auf "extrem" hochgestuft wurde. Als Gründe werden die Konfliktlage und das erhöhte Risiko willkürlicher Festnahmen genannt.
Auch Bahrain und Kuwait werden schlechter eingestuft und erreichen die Kategorie "hoch". Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien liegen laut der Analyse in der Kategorie "mittel".
Das ist auch für Urlauber relevant, die auf Flughäfen in der Golfregion umsteigen. Denn nicht nur das eigentliche Reiseziel, sondern auch die Route und mögliche Zwischenstopps können bei der Reiseplanung eine Rolle spielen.