Ein verschwundener Zebrastreifen sorgt in Oberndorf bei Salzburg für ordentlich Wirbel. Im Bereich der Gleiserei an der Salzburger Landesstraße haben Unbekannte in der Nacht einen zuvor aufgelassenen Schutzweg kurzerhand selbst wieder auf die Fahrbahn gesprüht.
Hintergrund ist eine behördlich angeordnete Verlegung des Zebrastreifens. Die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung hatte die Änderung vorgegeben. Begründet wurde sie vor allem mit notwendigen Aufstellflächen für Lkw im Bereich der Eisenbahnkreuzung. Für den Abschnitt zwischen Eisenbahnkreuzung und der Kreuzung Galerie Tempo 30 wurde zudem eine Geschwindigkeitsbeschränkung verordnet.
Die Entscheidung hatte laut "Salzburg 24" bereits zuvor für Ärger gesorgt. Oberndorfs Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ) hatte sich nach eigenen Angaben im Verfahren klar gegen die Verlegung ausgesprochen. Besonders wichtig sei der bisherige Schutzweg für Schüler gewesen.
"Insbesondere, weil der bisherige Zebrastreifen für den Schulweg von großer Bedeutung ist", erklärt Djundja. Der Einwand der Stadt sei von der zuständigen Behörde allerdings nicht berücksichtigt worden.
Verständnis für den Ärger über die Entscheidung hat der Bürgermeister weiterhin. Die nächtliche Sprühaktion lehnt er jedoch klar ab. "Für diese illegale Aktion habe ich kein Verständnis. Auch wenn man mit einer behördlichen Entscheidung nicht einverstanden ist, sind illegale Aktionen nicht der richtige Weg", so Djundja.
Die Stadt selbst ist für den betroffenen Abschnitt der Salzburger Straße als Landesstraße nicht zuständig. Djundja fordert nun eine sachliche Diskussion über die Verkehrssicherheit und eine konstruktive Lösung.