Die Universität Wien spielt weiter in der internationalen Spitzenliga. Im aktuellen "Times Higher Education World University Ranking" für 2027 landet die größte Universität Österreichs erneut auf Platz 95. Damit ist sie weiterhin die einzige heimische Universität unter den besten 100 weltweit.
Doch mitten in die Freude über das starke Abschneiden mischt sich eine deutliche Warnung. Rektor Sebastian Schütze fordert von der Bundesregierung Planungssicherheit beim Budget. Einsparungen könnten den mühsam erarbeiteten internationalen Erfolg gefährden.
"Was lange und erfolgreich aufgebaut wurde, kann allerdings durch Budgetkürzungen rasch wieder unerreichbar werden", warnt Schütze. Der erneute Top-100-Platz sei das Ergebnis einer langjährigen strategischen Ausrichtung und ein wichtiges Signal für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich.
Der Aufstieg der Uni Wien ist beachtlich: 2018 lag sie noch auf Rang 165. Seither ging es im Ranking kontinuierlich nach oben. Im Ranking für 2026 gelang schließlich erstmals der Sprung unter die besten 100 Universitäten der Welt – auf Platz 95.
Diesen Rang konnte die Uni Wien nun halten. Und das bei wachsender Konkurrenz: Mittlerweile werden 2.297 Universitäten bewertet, 105 mehr als noch im Vorjahr. Die Uni Wien zählt damit laut Universität zu den besten vier Prozent weltweit.
Besonders stark schneidet Wien bei der internationalen Ausrichtung und der Forschungsqualität ab. Bewertet werden unter anderem der Anteil internationaler Forscher und Studenten, Publikationen und Zitationen sowie die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.
Auch bei der Lehre habe sich die Universität verbessert. Als Gründe nennt sie unter anderem mehr Doktoratsabschlüsse und ein besseres Betreuungsverhältnis. Gleichzeitig seien die Einnahmen aus angewandter Forschung deutlich gestiegen.
Platz 95 ist damit vorerst abgesichert. Die Botschaft des Rektors an die Politik ist dennoch klar: Ohne ausreichend Geld könnte der internationale Höhenflug schneller vorbei sein als gedacht.