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"Seine Zeit ist vorbei": Jetzt Babler-Showdown in SPÖ

Andreas Babler steht vor dem Aus. Am Sonntag kommt es bei der SPÖ zum Showdown. Medienmanager Zeiler steht als Nachfolger parat – aber wird er es?
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Die Ära Andreas Babler in der SPÖ geht ins Finale. "Seine Zeit ist vorbei. Niemand in der Partei stützt ihn mehr", sagen Partei-Granden im "Heute"-Gespräch unisono.

Am Sonntag soll es zum großen Showdown kommen. Wie berichtet, sind die Roten unter seiner Führung auf aktuell nur noch 15,5 Prozent im APA-Wahltrend abgestürzt, Babler zieht nun sogar die erfolgsverwöhnte Wiener Landesgruppe hinunter, deren Vorsprung auf die FPÖ in einer aktuellen Umfrage für den Stadtsender W24 (!) auf nur noch neun Prozentpunkte schmolz. Die Stimmung in der einst so stolzen Partei ist katastrophal. Die Alarmglocken schrillen!

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Drei Stunden Krisengipfel am Sonntag

Ab 16 Uhr trommelt Babler am Tag des Herrn die Landeschefs in Wien zum großen Showdown zusammen. Vor allem Kärnten und die Steiermark hatten auf ein zeitnahes Treffen gedrängt, nachdem Medienmanager Gerhard Zeiler sein "Angebot" einer Kandidatur öffentlich gemacht hatte. Es geht um nicht weniger als die Zukunft der Partei. Mindestens drei Stunden sind für das Treffen anberaumt. Wo es stattfinden soll, war am Mittwoch noch offen.

Vor-Sondierung der Länder-Chefs

Laut "Heute"-Infos so gut wie alle Ländergranden, die sich zuvor unter sich treffen, fix dabei – darunter auch Kärntens Daniel Fellner. Er fährt "völlig ergebnisoffen" nach Wien, wie er betont. "Ob Zeiler oder Babler ist für mich ein nachgeordnetes Ziel. Das Ziel wäre zuallererst, dass wir mit einer Stimme sprechen."

Burgenlands mächtiger Landeschef Hans Peter Doskozil ließ seine Teilnahme offen. Schwer vorstellbar, dass er sich der Debatte über die Zukunft der Sozialdemokraten entziehen wird.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig wiederum berät sich schon am Samstag vor dem Gipfel mit seinen 23 Bezirksparteichefs. Mit dabei am Sonntag sind auch SPÖ-Frauenchefin Eva-Maria Holzleitner, Staatssekretärin Michaela Schmidt und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Neben der wichtigen Wiener Landesgruppe hat Babler auch die Unterstützung der Gewerkschaft, die ihn 2023 maßgeblich inthronisiert hatte, verloren.

Auch die Wiener Landesgruppe hat den Daumen hinter den Kulissen längst gesenkt. Die Kunde überbrachte Christian Deutsch. Er war Bundesgeschäftsführer der SPÖ unter Pamela Rendi-Wagner, gilt als enger Vertrauter von Michael Ludwig und Doris Bures. Jetzt sitzt er im Wiener Gemeinderat.

Christian Deutsch gilt als tief in der Wiener SPÖ verankert.
Helmut Graf

Als einer der ersten aktiven SPÖ-Politiker sprach er sich offen für Gerhard Zeiler aus. Im "Heute"-Talk legt er nach: "So kann es nicht weitergehen. Vor ein paar Jahren hätte Babler in so einer Situation und bei solchen Umfragewerten seinen eigenen Rücktritt gefordert. Dass jetzt keine Konsequenzen erfolgen, ist sehr beschämend."

"Ereignisse einordnen"

In einer Mail aus der Bundesgeschäftsstelle an die neun SPÖ-Landesparteichefs heißt es wörtlich: "Wir begrüßen die Initiative aus Kärnten und der Steiermark sehr. Wir werden bei einem gemeinsamen Treffen die Ereignisse der vergangenen Tage einordnen."

Statuten-Frage

Vordergründig sollen "offene Fragen" beim Parteistatut geklärt werden – also, ob es aufgrund der Zeiler-Avancen zu einem Sonderparteitag kommt oder ob er Unterschriften sammeln muss. Fakt ist: Es geht um die Babler-Nachfolge. Niemand glaubt mehr, dass er noch zu halten ist.

Handshake: Bei der Kreisky-Filmpremiere trafen Zeiler und Babler am Dienstag aufeinander.
Andreas Tischler / Vienna Press

Was sagt Zeiler

Und Gerhard Zeiler? "Heute" erreichte den 71-Jährigen, der nicht zur Krisensitzung eingeladen wurde, am Mittwoch kurz vor Abflug nach New York. Er begrüßt das Babler-Länder-Treffen: "Mein Angebot und wofür ich stehe, ist bekannt. Jetzt muss die Partei entscheiden."

Zeiler – oder lachende(r) Dritte(r)?

Die Würfel sollen schon am Sonntag fallen. Was kommt raus? Ob Zeiler tatsächlich zum neuen SPÖ-Chef und Vizekanzler gekürt wird, traute sich am Mittwoch noch niemand zu prognostizieren. Finanzminister Markus Marterbauer hätte hervorragende Umfragewerte, würde die Parteilinken besänftigen, kämpft aber nach wie vor gegen eine Krebserkrankung.

Immer wieder werden auch Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner oder SPÖ-Ikone Doris Bures genannt, wenn es um die (interimistische) SPÖ-Führung geht. Wer am Ende das Rennen macht, war völlig offen. Klar ist nur: Die Chaos-Tage in Rot gehen weiter ...

coi,sea,bob,30.09.2026, 18:35