FPÖ: "Propagandainstrument"

"Sachlich falsch" – ORF-Chefin kontert FPÖ-Attacke

FPÖ-Generalsekretär Hafenecker hat den ORF in einer Pressekonferenz scharf angegriffen. Nun meldete sich Generaldirektorin Thurnher zu Wort.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 15:40
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Am Mittwoch präsentierte die FPÖ ihr Volksbegehren zum ORF. Darin fordern die Freiheitlichen ein Ende der Haushaltsabgabe. Des Weiteren solle "Sonderprivilegien" und "Luxusgehälter" wegfallen. Stattdessen solle der ORF budgetfinanziert und schlank strukturiert sein. Man erwarte sich "einen echten Österreich-Sender mit Fokus auf Information, Sport, Bildung, Kultur und Regionales", der "objektiv informiert, statt zu belehren".

In einer diesbezüglichen Pressekonferenz zog FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, der sich seit Längerem auf den ORF eingeschossen hat, ordentlich vom Leder. So bezeichnete er den ORF als "Privilegienstadl" und "Propagandainstrument der Verlierer-Koalition". Die Haushaltsabgabe bezeichnete der Freiheitliche einmal mehr als "Zwangssteuer".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Thurnher: "Völlig unangemessen"

Nun kam die Antwort vom Küniglberg. ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher stieß sich im Gespräch gegenüber der APA besonders an der Formulierung, dass der ORF ein "Propagandainstrument der Bundesregierung" sei. Diesen Vorwurf wies die ORF-Chefin aufs Schärfste zurück.

Die Darstellung der FPÖ sei "nicht nur sachlich falsch, sondern auch völlig unangemessen", hieß es weiter. Thurnher stellte klar, dass der ORF unabhängig, objektiv und keinem politischen Lager verpflichtet sei. Der Rundfunk gehöre demnach nur seinem Publikum.

"Strukturen reformieren"

Gleichzeitig räumte die Generaldirektorin ein, dass das Medienhaus nicht fehlerfrei sei. Der ORF würde aber seine Hausaufgaben machen. Thurnher betonte, dass man "Strukturen reformieren und mit deutlich weniger Geld auskommen" müsse.

Zudem sagte die ORF-Chefin, dass man vieles was die Freiheitlichen fordern bereits umsetzen würde. Die Punkte Information, Sport, Bildung, Kultur und Regionales würde man erfüllen. Des Weiteren sei man täglich in allen neun Bundesländern mit "starken österreichischen Inhalten"  präsent und erreiche Millionen Menschen pro Tag.

Die Generaldirektorin zeigte sich sicher, dass die meisten Menschen nicht auf den ORF verzichten wollen. Er sei fixer Bestandteil ihres Alltags, biete Orientierung und liefere verlässliche Qualität. Zudem sei ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk keine Selbstverständlichkeit. Thurnher zufolge müsse man diesen wollen, seine Unabhängigkeit schützen und verbessern.

red,Akt. 30.09.2026, 15:44, 30.09.2026, 15:40
Weitere Storys