Plötzlich fehlt fast das gesamte Einkommen: Eine syrische Familie mit vier Kindern steht in Wien vor massiven finanziellen Problemen. Statt rund 3.000 Euro monatlich bleiben künftig wegen der gekürzten Sozialhilfen nur noch 1.285 Euro übrig. Über den Fall berichtete das Nachrichtenmagazin "profil". Die Sorge ist groß – denn allein die Miete verschlingt fast das gesamte verbleibende Geld.
Ahmad A. lebt seit drei Jahren mit seiner Frau und den vier Kindern in Österreich. Die Familie besitzt subsidiären Schutz, darf grundsätzlich arbeiten, der Aufenthalt ist jedoch befristet. Mit dem Wiener Sparpaket hat sich ihre Lage allerdings drastisch verschlechtert: Ab 2026 erhalten subsidiär Schutzberechtigte keine Mindestsicherung mehr, sondern fallen zurück in die deutlich niedrigere Grundversorgung.
Für Familie A. bedeutet das einen tiefen Einschnitt. Das verfügbare Einkommen sinkt um mehr als die Hälfte – bei gleichbleibenden Fixkosten. Vor allem die Wohnsituation wird damit zur größten Belastung.
Der Fall sorgt derzeit für intensive Diskussionen in sozialen Netzwerken. Während manche User argumentieren, die Eltern müssten stärker am Arbeitsmarkt Fuß fassen und dürften sich nicht auf staatliche Leistungen verlassen, zeigen andere Verständnis für die Existenzängste der Familie. Sie verweisen auf hohe Lebenshaltungskosten, mangelnde Betreuungsmöglichkeiten und Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Besonders emotional wird diskutiert, ob das Sparpaket Familien mit Kindern unverhältnismäßig hart trifft – und ob die Grundversorgung ausreichend ist, um ein Leben ohne existenzielle Sorgen zu ermöglichen.
„Es geht nicht um Neid, sondern um Fairness.“User-Kommentar
"Es geht nicht um Neid, sondern um Fairness: In Österreich arbeiten viele Familien Vollzeit, zahlen Steuern und stehen wegen Mieten und Teuerung trotzdem mit weniger da. Wenn Hilfe verteilt wird, dann bitte auch spürbar für die eigenen Leute, die das System finanzieren", so eine Leserin. Dafür bekam sie immerhin knapp 500 Likes.
Ein anderer User sagt direkt, dass ihm auch niemand helfen würde, er müsse ebenfalls arbeiten gehen. Der Kommentar mit den meisten Likes jedoch ist klar und deutlich: "Arbeiten wäre da eine gute Option!". Insgesamt 5.700 Personen haben allein diesen Satz mit einem "Gefällt mir" markiert.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie sensibel das Thema Sozialleistungen in Österreich ist. Zwischen Sparzwang, Integrationsforderungen und humanitären Verpflichtungen prallen unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Klar ist: Die geplanten Änderungen betreffen tausende Menschen – und werden die politische wie gesellschaftliche Debatte weiter anheizen.