1.000 statt 3.000 Euro

"Ab nach Hause" – Nepp hat die Nase gestrichen voll

Eine syrische Familie mit vier Kindern steht vor dem Nichts, weil sie statt 3.000 nur noch rund 1.000 Euro erhält. Dominik Nepp spricht ein Machtwort.
André Wilding
02.02.2026, 09:46
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Eine syrische Familie mit vier Kindern steht in Wien vor dem Nichts. Statt rund 3.000 Euro im Monat bleiben nur mehr 1.285 Euro – über den Fall berichtet aktuell das "profil". Die Miete alleine frisst fast alles auf, die Angst vor dem Wohnungsverlust ist groß.

"Wir wollen nicht auf der Straße landen", sagt der 56-Jährige gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Die plötzliche Kürzung habe die Familie völlig unvorbereitet getroffen. Bereits im Herbst 2025 hatte die Stadt Wien angekündigt, diese Gruppe aus der Mindestsicherung zu nehmen. Hilfsorganisationen warnten damals vor Delogierungen und Integrationsproblemen.

"Unsere Existenz ist bedroht"

In einem Brief an das "profil" bringt Ahmad A. seine Lage auf den Punkt: "Meine Familie und ich stehen an einem Punkt, an dem unsere Existenz ernsthaft bedroht sind. Die plötzliche und vollständige Einstellung dieser Unterstützung ohne Berücksichtigung unserer besonderen Umstände hat uns in eine akute humanitäre Krise gestürzt."

Der Alltag besteht aus Schulwegen, Arztterminen und Gesprächen mit Hilfsorganisationen. Der Aufenthaltsstatus der Familie läuft im Oktober aus. Bis dahin borgt sich Ahmad A. Geld von Freunden, auch seine Schwester in Deutschland hilft.

Seine Hoffnung setzt er laut dem Nachrichtenmagazin weiter auf Österreich: "Österreich ist ein Land, das für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit steht. Ich vertraue zutiefst darauf, dass diese Werte auch in meinem Fall gelten und dass meine Familie nicht im Stich gelassen wird."

"Jetzt ist der nächste Skandal da"

Und: Wir hoffen, dass die Regierung für Fälle wie uns eine Ausnahme macht", sagt Ahmad A. dem "profil". Doch genau das geht der FPÖ entschieden zu weit.

"Jetzt ist der nächste Skandal da: In Wien zeigt ein aktueller Fall genau das, wovor wir immer gewarnt haben. Seit der Völkerwanderung 2015 kommen Menschen nach Österreich und kassieren tausende Euro an Sozialleistungen – während unsere eigenen Leute nach 40 Stunden Arbeit pro Woche weitaus weniger übrig haben", ärgert sich FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp.

Das sei ein "Schlag ins Gesicht für alle, die jeden Tag aufstehen, arbeiten und dieses Land finanzieren. Dieses System, das zu einer Magnetwirkung für Menschen verkommen ist, die dieses Sozialsystem nur ausnützen wollen, hat einzig und alleine Bürgermeister Ludwig zu verantworten", so der 43-Jährige.

Im Video: Nepp im "Heute"-Talk

"Es gibt hier keine Hängematte"

Der Stadtrechnungshof habe bestätigt, "dass Ludwig jahrelang mehr ausgezahlt hat als er rechtlich hätte müssen." Allein die Kosten für die Mindestsicherung für Asylanten betrage "unglaublich 1 Milliarde Euro pro Jahr". Bürgermeister Ludwig habe sich laut Nepp "zu Recht den Titel 'Sozialschmarotzermagnet' verdient".

Und weiter: "Unser Sozialstaat darf kein Selbstbedienungsladen sein. Wer nur kommt, um abzusahnen, hat hier keine Zukunft. Wir müssen es ihnen so ungemütlich machen, dass sie wieder gehen. Es gibt hier keine Hängematte – es gibt eine Einbahnstraße, und die heißt: ab nach Hause", stellt der Wiener FPÖ-Chef klar.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 02.02.2026, 09:58, 02.02.2026, 09:46
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