"Heute" hat berichtet: Laut KSV ist die Zahl der eröffneten Privatkonkurse in den ersten neun Monaten in Oberösterreich deutlich gestiegen. Das unrühmliche Plus verglichen mit der Vorjahresperiode: 15 Prozent auf insgesamt 1.121 Verfahren.
Im Schnitt stand jeder Schuldner mit rund 139.000 Euro in der Kreide. Das waren um zirka 14.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.
Angesichts der angespannten Lage pochen die Sozialdemokraten auf Entlastungen für Mieter. Der rote Antrag heute, Donnerstag, im Landtag: Das Land soll seinen Finanzierungsanteil im gemeinnützigen Wohnbau anheben, damit die Mieten in ganz Oberösterreich "deutlich unter 10 Euro pro Quadratmeter inklusive Nebenkosten" liegen können.
"Wer Wohnen leistbar machen will, muss dafür auch Geld in die Hand nehmen", sagt der zuständige Sprecher der Partei, Peter Binder. Sparen im Wohnbau heiße Draufzahlen bei den Mieten, so die Spitze in Richtung des zuständigen LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ). "Das wollen wir wieder ändern."
Die Details: 2009 habe das Wohnbaubudget laut SPÖ mit 304 Millionen Euro noch 6,2 Prozent des Landesbudgets ausgemacht. Im Vorjahr seien es nur mehr 3,4 Prozent (339 Millionen) gewesen.
Die Menschen würden das spüren. In zentralen Lagen mit den längsten Wartelisten seien Mieten unter 10 Euro selbst im gemeinnützigen Neubau kaum mehr zu schaffen. "Hohe Mieten fressen das Haushaltsbudget auf, für Rücklagen bleibt nichts übrig", kritisiert Binder.