Der alte Wohnkomplex in der Fanny-von-Lehnert-Straße nahe dem Salzburger Hauptbahnhof hat sich seit Langem einen unrühmlichen Ruf erarbeitet. Es ist von einem "Horror-Haus" mit Ekelzuständen die Rede, berichtet die "Kronen Zeitung".
Bei einem Lokalaugenschein hat die Tageszeitung mit einer Vermieterin gesprochen. Will man etwa zu den Kellerabteilen gelangen, müsse man an Urinlachen, Müll und Blutflecken, die die Wände zieren, vorbei.
Unten angekommen wird die Lage nur noch schlimmer. Es wird über Fäkalien, Essensreste und gebrauchte Drogen-Spritzen geklagt. Der Geruch ist dementsprechend. Die Vermieterin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hausverwaltung. Diese sei für die Reinigung zuständig, kümmere sich aber nicht darum.
Auch Obdachlose würden sich regelmäßig Zutritt verschaffen und im Keller, Stiegenhaus oder der ersten Etage schlafen. Sie sind jedoch nicht die einzigen Personen, die den Mietern Sorgen bereiten. Auch Drogen-Dealer würden ein- und ausgehen. Obwohl man sich bereits mit Kritik an Hausverwaltung und Eigentümer gewandt hat, sei nichts passiert.
Gegenüber der "Kronen Zeitung" hat sich auch Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) zu Wort gemeldet. Demnach kenne die Stadt-Politik die unglaublichen Zustände in dem Haus. Gleichzeitig wurde allerdings betont, dass die Wohnungen in Privatbesitz wären. So seien der Stadt die Hände gebunden. Die Verlierer sind hierbei die Mieter. Wer genau verantwortlich ist, bleibt unklar.