Eintracht Frankfurt steckt tief in der Krise! Beim 0:6 gegen RB Leipzig erlebte die Mannschaft von Adi Hütter einen rabenschwarzen Abend. Vor allem die Defensive präsentierte sich völlig überfordert.
Nach dem Schlusspfiff rechnete der 56-jährige Vorarlberger schonungslos mit seinen Spielern ab. "Wenn du hier in Leipzig so verteidigst und in solche Konter läufst, ist das, was das Verteidigen betrifft, einfach nicht bundesligatauglich", schimpfte Hütter.
Besonders hart traf es Kapitän Robin Koch. Der 15-fache deutsche Nationalspieler erwischte einen katastrophalen Tag und musste bereits zur Halbzeit in der Kabine bleiben.
Er habe Koch mit der Auswechslung "erlöst", erklärte Hütter nach der Partie. Dann legte er nach: "Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich einfach etwas anderes. Wenn du 16 Tore bekommst und Leader in der Abwehr bist, dann setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen."
"Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich erwarte mehr von Robin", stellte der Österreicher unmissverständlich klar.
Nach nur fünf Bundesliga-Spielen hat Frankfurt bereits 16 Gegentore kassiert. Gegen Leipzig lag die Eintracht schon zur Pause mit 0:4 zurück. Christopher Nkunku traf gleich dreimal, auch Ezechiel Banzuzi, Antonio Nusa und Tidiam Gomis durften jubeln.
Torhüter Noah Atubolu fand nach der historischen Abfuhr ebenfalls deutliche Worte. "So kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Wir müssen ganz, ganz schnell etwas ändern", erklärte er bei Sky. Sein vernichtendes Fazit: "Wir müssen uns schämen."
Auch Nationalspieler Jonathan Burkardt nahm kein Blatt vor den Mund. "Die Führungsspieler haben ganz klar wieder versagt", kritisierte der Stürmer nach dem Debakel.
Für Hütter, der im Sommer seine zweite Amtszeit bei der Eintracht angetreten hatte, wird die Luft zunehmend dünner. Der Österreicher übernahm die Mannschaft nach einem großen Kaderumbruch, muss nun aber dringend die Defensive stabilisieren.
Trotz der heftigen Kritik stellte sich der Trainer auch vor seine Spieler. "Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Ich bin der Verantwortliche", betonte Hütter. "Ich glaube an die Mannschaft."