Bei Real Madrids 1:0-Heimsieg gegen Villarreal spielten sich in der zweiten Halbzeit wilde Szenen ab. Im Mittelpunkt stand Vinicius Junior, der nach seiner Einwechslung zunächst über einen Treffer jubelte und wenig später völlig außer sich war.
In der 70. Minute traf der Brasilianer nach Vorarbeit von Jude Bellingham zum vermeintlichen 2:0. Sogar Trainer Jose Mourinho stürmte zur Jubeltraube. Doch der VAR schaltete sich ein und Schiedsrichter Isidro Diaz de Mera wurde zum Bildschirm gerufen.
Dort erkannte der Unparteiische, dass Vinicius seinem Gegenspieler Nathan Saliba in der Entstehung des Treffers an den Haaren gezogen hatte. Die Konsequenz: Das Tor wurde aberkannt, der Real-Star sah die Rote Karte. Anschließend musste der aufgebrachte 26-Jährige von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, als er auf den Schiedsrichter losgehen wollte.
Auch Mourinho war nach der Partie bedient. Der Portugiese verzichtete auf die Pressekonferenz. Spanischen Medien zufolge wollte der Real-Coach damit verhindern, dass ihm im Ärger über die Entscheidung Aussagen herausrutschen, die eine Sperre nach sich ziehen könnten.
Für Vinicius könnte der Ausraster noch unangenehme Folgen haben. Der Schiedsrichter hielt in seinem Bericht aggressives Verhalten und lautstarke Proteste fest. Damit droht dem Offensivspieler eine längere Sperre – ausgerechnet vor dem Clasico gegen Barcelona am 25. Oktober. In der Nacht entschuldigte sich Vinicius auf Instagram bei seinen Teamkollegen und den Fans.