Reparaturkosten steigen stark

Versicherer warnt vor teurer "Scheinwerfer-Falle"

Moderne Autoscheinwerfer machen selbst kleine Unfallschäden teuer. Allianz fordert mehr Reparaturfreundlichkeit von den Herstellern.
Heute Life
02.08.2026, 14:33
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Die Technik in Autos wird immer komplexer – das hat Folgen für die Reparaturkosten. Besonders Scheinwerfer mit LED- oder Matrix-Technik sorgen nach kleinen Unfällen für hohe Werkstattrechnungen.

Ein Riss oder Kratzer kann bereits Reparaturkosten von mehreren Tausend Euro verursachen.

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Kosten für Scheinwerfer massiv gestiegen

Nach Angaben des Garantieversicherers CarGarantie liegt der durchschnittliche Werkstattaufenthalt mittlerweile bei 760 Euro – um 46 Euro mehr als im Vorjahr. Seit 2016 sind die Kosten um über 50 Prozent gestiegen. Das liegt an gestiegenen Lohnkosten, teureren Ersatzteilen und immer aufwändigerer Fahrzeugtechnik.

Wie t-online berichtet, werden laut dem Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Deutschland pro Jahr rund 870.000 Scheinwerfer beschädigt. Kostete ein Frontscheinwerfer 2015 noch durchschnittlich 708 Euro, sind es heute bereits 1.251 Euro – ein Anstieg um 77 Prozent.

Besonders teure Modelle mit Matrix-LED- oder Lasertechnik können laut Allianz bis zu 6.700 Euro kosten.

Austausch oft kompliziert und teuer

Der Grund für die Preisexplosion: Moderne Scheinwerfer enthalten zahlreiche Steuergeräte, Sensoren und adaptive Lichtsysteme. Der Austausch ist aufwendig, weil oft erst Stoßfänger oder Teile der Fahrzeugfront abmontiert werden müssen. Danach folgen zusätzliche Arbeiten wie das Kalibrieren der Sensoren – ohne diese funktioniert etwa das Fernlicht nicht richtig oder Assistenzsysteme melden Fehler.

Die Allianz kritisiert, viele Hersteller bieten Ersatzteile wie Gehäuse oder Elektronik nicht einzeln an. Selbst kleine Schäden führen so häufig zum Komplettaustausch des Scheinwerfers. AZT-Leiter Christian Sahr meint dazu: „Das ist, als würde man einen teuren Anzug wegen eines fehlenden Knopfs wegwerfen.“

Versicherer fordert Reparaturfreundlichkeit

Die Allianz fordert, dass Hersteller Scheinwerfer so bauen, dass einzelne Komponenten wie Gehäuse, Elektronik oder Klarglasabdeckungen separat getauscht werden können. Als Vorbild gilt Toyota, wo laut AZT bereits Teile einzeln gewechselt werden können. Das würde nicht nur die Kosten senken, sondern auch der Umwelt helfen.

Autofahrer können trotzdem sparen: Wer bei der Reparatur gezielt nach Ersatzteilen aus dem freien Teilemarkt fragt, zahlt oft weniger. Auch der Vergleich zwischen freien und markengebundenen Werkstätten lohnt sich, da freie Betriebe meist niedrigere Stundensätze verlangen. Beim Leasing oder im Garantiefall sollte man allerdings prüfen, ob der Vertrag eine bestimmte Werkstatt vorschreibt.

Kostenvoranschlag schützt vor Überraschungen

Zusätzlich empfiehlt es sich, einen detaillierten Kostenvoranschlag einzuholen. So erkennt man, ob wirklich ganze Komponenten ersetzt werden müssen oder günstiger einzelne Bauteile getauscht werden können.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.08.2026, 14:33