Um 16.30 Uhr (MESZ) werden am Mittwoch der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und seine grönländische Amtskollegin Vivian Motzfeldt zu einem Gespräch im Weißen Haus erwartet. Die USA werden dabei von Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance vertreten.
Bei dem Gespräch soll es um den Plan von US-Präsident Donald Trump gehen, Grönland zu übernehmen. Die Insel gehört zum Königreich Dänemark, das wie die USA der NATO angehört. Zuletzt hatte Trump auch die Anwendung von militärischer Gewalt nicht ausgeschlossen.
Kurz vor dem Grönland-Gipfel unterstrich der US-Präsident nun abermals seine Besitzansprüche. "Die NATO wird viel mächtiger und effektiver, wenn Grönland in den Händen der Vereinigten Staaten liegt. Alles andere ist inakzeptabel", so Trump.
Ihm zufolge würden die USA die Eis-Insel für das geplante Raketenabwehrsystem "Golden Dome" brauchen. Grönland sei für die Errichtung der Verteidigungsanlage unverzichtbar. Die NATO solle ihm für die Übernahme den Weg ebnen.
Diese Forderung unterstrich er mit der Aussage, dass das Verteidigungsbündnis ohne die militärische Macht der USA keine Abschreckung mehr darstellen würde. "Das wissen sie, und ich weiß es auch", betonte Trump. Somit spielt der US-Präsident wohl auch mit einem NATO-Austritt, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden.