"Nicht mehr zuverlässig"

Viel zu trocken – Feuerwehren fehlt jetzt Löschwasser

Schlimme Folge der monatelangen extremen Trockenheit: Den Feuerwehren fehlt das Löschwasser. Die Helfer pochen jetzt auf Lösungen für die Zukunft.
20.10.2026, 05:00
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Die OÖ-Landeshauptstadt zog vor wenigen Wochen eine bittere Bilanz: In fünf Monaten des heurigen Jahres regnete es deutlich weniger als im langjährigen Mittel: Jänner, März, April, Mai und Juli waren zu trocken.

Die Linzer Klimatologen bezifferten das Niederschlagsdefizit auf rund 50 Milliarden Liter. In anderen Zahlen: Das entspricht etwa dem 100-fachen Wasservolumen des Pleschinger Sees nahe der Stadt.

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"Temporäre Änderung"

Die anhaltende Dürre ist auch ein brennendes Thema bei den Feuerwehren: Mit dem Mattig-Fluss fehlt im Innviertel seit dem Sommer eine wichtige Löschwasserquelle. Feuerwehrler Markus Wiesauer hat bereits im Juni auf diesen Engpass hingewiesen, berichten die "OÖN". Weil sich die Lage weiter zugespitzt hat, wurde jetzt sogar die Einsatztaktik geändert.

"Wir haben deshalb bereits vorsorglich eine temporäre Änderung unserer Alarmierungsordnung beantragt", sagt Wiesauer, Kommandant in Jeging (Bez. Braunau). Bei Einsätzen werden zusätzliche Fahrzeuge eingeplant, um den Wegfall der offenen Entnahmestellen bestmöglich zu kompensieren.

Außerdem wurden alte Güllefässer besorgt, die mit Wasser befüllt werden. Das sei allerdings nur eine Übergangslösung, warnt Wiesauer.

Zusätzliche Maßnahmen

Aus Sicht des Kommandos müsse mittlerweile grundsätzlich über die Frage gesprochen werden: "Wie stellen Gemeinden die Löschwasserversorgung dauerhaft sicher, wenn Bäche und Flüsse, auf die sich die Einsatzplanung jahrzehntelang verlassen konnte, infolge längerer Trockenperioden nicht mehr zuverlässig zur Verfügung stehen?"

Genau deshalb wurde eine Neubewertung der Gefahrenabwehr- und Entwicklungsplanung angeregt. "Dabei soll untersucht werden, ob die vorhandenen Hydranten, Wasservorräte und alternativen Löschwasserquellen noch ausreichend sind und welche zusätzlichen Maßnahmen künftig erforderlich werden", erklärt Wiesauer.

red, 20.10.2026, 05:00