Nach dem tragischen Tod eines vierjährigen Mädchens in Sachsen-Anhalt hat eine Obduktion die Todesursache bestätigt. Das Kind starb an den schweren Bissverletzungen durch den Familienhund, andere Ursachen wurden ausgeschlossen.
Das Mädchen hatte Anfang Juli in einer Wohnung in der Gemeinde Drosa im Osternienburger Land mit dem Familienhund gespielt, als dieser plötzlich angriff. Mehrere Anwesende versuchten verzweifelt, das Tier und das Kind voneinander zu trennen.
Trotz aller Bemühungen erlitt die Vierjährige schwerste Verletzungen, wie es bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau heißt. Ein Notarzt konnte wenig später nur noch den Tod des Mädchens feststellen.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die 32-jährige Mutter des Mädchens sowie einen 30-jährigen Bekannten. Dabei werde insbesondere geprüft, welche Umstände zum Angriff geführt haben.
Bei dem Hund handelte es sich um einen American Stafford. In Deutschland gilt diese Rasse als sogenannter Listenhund, die Haltung ist in den meisten Bundesländern an strenge Auflagen geknüpft. Der Hund wurde nach dem Angriff beschlagnahmt und in ein Tierheim gebracht.
Der American Staffordshire soll bereits 2024 durch eine Beißattacke auffällig geworden sein und war damals schon einmal in einem Tierheim untergebracht gewesen.