Bier gilt nicht unbedingt als gesundes Getränk – doch eine neue Studie aus Deutschland bringt nun eine überraschende Erkenntnis ans Licht: In vielen Biersorten steckt eine beachtliche Menge an Vitamin B6. Und das gilt nicht nur für alkoholhaltige, sondern auch für alkoholfreie Varianten.
Für die Untersuchung analysierten Wissenschaftler insgesamt 65 verschiedene Biersorten aus Supermärkten. Im Fokus stand dabei vor allem der Gehalt an Vitamin B6 – ein wichtiger Nährstoff, der unter anderem für den Stoffwechsel und das Nervensystem eine Rolle spielt.
Hintergrund der Studie: Immer mehr Menschen verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf Alkohol. Gleichzeitig wollten die Forscher herausfinden, ob Bier dennoch ernährungsphysiologisch interessante Eigenschaften besitzt.
Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die als Farbstoffe, Aromastoffe und Abwehrstoffe in Pflanzen vorkommen. Sie haben eine stark antioxidative, entzündungshemmende Wirkung, schützen den Körper vor freien Radikalen und können das Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem unterstützen.
Der Vitamin-B6-Gehalt war bei alkoholfreiem und alkoholhaltigem Bier ähnlich.
Wie viel Vitamin B6 im Bier steckt, hängt stark von den Zutaten und der Herstellung ab.
Am wenigsten enthielten Biere auf Reisbasis.
Ein interessantes Detail: Alkoholfreie Biere, bei denen der Alkohol nach der Gärung entfernt wurde, hatten teilweise sogar höhere Vitamin-B6-Werte als klassische Biere.
Ein alkoholfreies Lagerbier deckte in der Studie fast 59 Prozent des täglichen Bedarfs, während normales Lagerbier auf rund 20 Prozent kam.
Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle im Körper: Es unterstützt den Stoffwechsel, ist wichtig für das Nervensystem und beteiligt an der Blutbildung.
Ein Mangel kann mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen – etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Entzündungen.
So positiv die Ergebnisse klingen – Experten warnen davor, Bier als Gesundheitsprodukt zu betrachten. Alkohol bleibt ein Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen.
Wer seinen Vitamin-B-Bedarf decken will, sollte laut Fachleuten weiterhin auf klassische Lebensmittel setzen, etwa: Fisch, Kartoffeln, Vollkornprodukte.