Israels Nationalteam hatte vor dem Nations-League-Spiel gegen Österreich mit einer ungewöhnlichen Vorbereitung zu kämpfen. Gleich sechs in der nordamerikanischen MLS engagierte Spieler trafen erst am Mittwochfrüh und damit nur einen Tag vor dem Anpfiff in Linz bei der Mannschaft ein.
Grund dafür war Jom Kippur. Der jüdische Feiertag wurde von Sonntagabend bis Montagabend begangen, im traditionellen Judentum sind Reisen in dieser Zeit untersagt. Das Sextett konnte deshalb erst am Dienstag aus den USA Richtung Österreich aufbrechen.
Teamchef Ran Ben Schimon wollte die späte Anreise nicht als Ausrede gelten lassen. "Das ist eben die Situation, das liegt nicht in unseren Händen", erklärte der 55-Jährige. Vor dem ÖFB-Team zeigte er großen Respekt: "Die Österreicher sind körperlich sehr stark, sie pressen gut und sind als Mannschaft sehr stark."
Gleichzeitig sieht Ben Schimon seine Mannschaft für die Aufgabe gerüstet. Israel habe ebenfalls gute Spieler und sich gezielt auf die Qualitäten der Österreicher vorbereitet.
Auch Manor Solomon lässt sich von den zahlreichen Ausfällen im ÖFB-Kader nicht täuschen. "Österreich fehlen ein paar Spieler, sie haben aber noch immer sehr gute Spieler, die in Topligen in Europa zum Einsatz kommen", sagte der West-Ham-Legionär.