Staus, Baustellen und lange Wartezeiten: Auf der Brennerautobahn in Tirol brauchen Autofahrer derzeit starke Nerven. Nun macht auch ORF-Meteorologe Sigi Fink seinem Ärger Luft.
Der gebürtige Südtiroler kann nicht nachvollziehen, warum neben der ohnehin problematischen Luegbrücke noch weitere Baustellen den Verkehr erschweren.
Auf Social Media findet der Wetterexperte deutliche Worte für die Situation auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Österreich und Italien.
"Die Brennerautobahn und der tägliche Wahnsinn… warum 20.000.000 andere Baustellen noch neben der von der Luegbruggn?!? I vasteas ned…", ärgert sich Fink.
Mit der übertriebenen Zahl bringt der ORF-Mann seine Frustration über die vielen Baustellen zum Ausdruck. Vor allem die Häufung der Arbeiten entlang der Strecke scheint ihn auf die Palme zu bringen.
Tatsächlich müssen Verkehrsteilnehmer derzeit mit zusätzlichen Einschränkungen rechnen. Seit Montag (12. Oktober) laufen umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke auf der A13.
Grund für die aktuellen Arbeiten sind Schäden am Fahrbahnbelag. Wie der ÖAMTC informiert, steht tagsüber bis einschließlich Donnerstag (15. Oktober) lediglich ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.
Dasselbe gilt zwischen dem 19. und 22. Oktober. Die Hauptarbeiten werden in den Nachtstunden durchgeführt. Spätestens am 23. Oktober sollen die Fahrbahnsanierungen abgeschlossen sein.
Bis dahin müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen. Wie lange mögliche Staus ausfallen, hängt von der jeweiligen Verkehrssituation ab.
Besonders weitreichend sind die Einschränkungen für schwere Fahrzeuge. An den betroffenen Tagen gilt zwischen 21 und 5 Uhr ein Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen auf der A12 und A13, sofern ihre Fahrt über die Luegbrücke führen muss.
Für andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter Busse und Wohnmobile, gilt zwischen den Anschlussstellen Matrei-Steinach und Brenner-Nord ein Fahrverbot von 22 bis 5 Uhr. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung unter anderem bei Pettnau und Kufstein. Betroffene Fahrzeuge werden gegebenenfalls zurückgeschickt. Busse können in dieser Zeit regional über die B182 Brennerstraße ausweichen.
Die aktuellen Sanierungsarbeiten sind nur ein Teil der Einschränkungen am Brenner. Schon seit Anfang 2025 ist die Verkehrsführung auf der Luegbrücke aus Sicherheitsgründen grundsätzlich auf einen Fahrstreifen pro Richtung begrenzt. Bei einer Überprüfung waren Schäden festgestellt worden, die eine Entlastung der Brücke notwendig machten.
An rund 180 besonders verkehrsstarken Tagen stehen zwar zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Dennoch kann es auch dann zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Parallel dazu wird bereits eine neue Brücke errichtet. Die Bauarbeiten haben Ende März 2025 begonnen und sollen bis Ende 2030 dauern.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde auf der Luegbrücke außerdem eine Section Control eingerichtet. Sie kontrolliert die Geschwindigkeit über einen längeren Abschnitt und soll dabei helfen, den Verkehrsfluss gleichmäßiger zu gestalten. Zusätzlich sollen Durchfahrtsverbote auf Nebenstraßen verhindern, dass sich der Ausweichverkehr durch die umliegenden Gemeinden im Wipptal drängt.
Für Reisende bleibt die Brennerautobahn damit eine Geduldsprobe. Und mit seinem Ärger über die vielen Baustellen dürfte ORF-Wettermann Sigi Fink wohl nicht allein sein.