Ein tragischer Alpinunfall hat sich am Freitag (6. November) auf der Hohen Wand im Bezirk Wiener Neustadt ereignet. Ein 87-jähriger Mann stürzte offenbar rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand ab und kam dabei ums Leben. Zuvor war der Pensionist im Bezirk Baden als vermisst gemeldet worden.
Auf die Spur des Vermissten kamen Polizisten am Freitag gegen 7.40 Uhr. Auf einem Parkplatz nahe dem Skywalk entdeckten sie einen abgestellten Pkw. Das Fenster auf der Fahrerseite stand offen, das Fahrzeug war bereits vereist. Die Beamten vermuteten deshalb, dass das Auto schon längere Zeit dort stand.
Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Fahrzeug mit einem 87-jährigen Mann in Verbindung stand, der im Bezirk Baden als vermisst gemeldet worden war.
Sofort wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Alpinpolizei, Bergrettung, Feuerwehr, Polizeihunde und weitere Einsatzkräfte durchkämmten das Gelände. Auch Drohnen der Polizei und der Bergrettung kamen zum Einsatz.
Der dichte Nebel machte den Rettern allerdings einen Strich durch die Rechnung. Ein Polizeihubschrauber konnte zunächst nicht aufsteigen. Erst als sich das Wetter besserte, war gegen 13.30 Uhr ein Suchflug möglich. Rund eine halbe Stunde später, gegen 14 Uhr, entdeckte die Flugpolizei den vermissten Pensionisten im Bereich des Gaisersteiges.
Für den 87-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Laut Polizei dürfte der Mann rund 100 Meter über senkrechtes Felsgelände abgestürzt sein. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Warum sich der Pensionist auf der Hohen Wand aufgehalten hatte und wie es zu dem tödlichen Absturz kam, geht aus den bisherigen Polizeiangaben nicht hervor.