Nach der Bluttat am Friedhof Baumgarten kommen nun weitere Details ans Licht. Die erst 14 Jahre alte Verdächtige soll eine ihr völlig unbekannte Pensionistin mit mindestens fünf Messerstichen in Kopf und Hals getötet haben. Seit Donnerstagnachmittag sitzt das Mädchen wegen Tatbegehungsgefahr in Untersuchungshaft.
Untergebracht ist die Jugendliche im Grauen Haus, dem größten Gefängnis des Landes. Dort wird sie in einer Einzelzelle rund um die Uhr per Video überwacht. Hintergrund sollen auch frühere Selbstverletzungen sein - die 14-Jährige soll sich öfter "geritzt" und mit einer Klinge selbst verletzt haben.
Auf Mithäftlinge und Wachebeamte wirkt das Mädchen laut "Kronen Zeitung" meist apathisch. Direkt nach der Tat soll sie den Bestatter lediglich um eine Zigarette gebeten haben. In lichten Momenten stellt sie offenbar immer wieder dieselbe kindliche Frage: "Warum bin ich da?"
Am Tattag dürfte die Jugendliche stark unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden sein. Sie soll mehrere Tabletten eines verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittels gegen Angst- und Panikstörungen eingenommen haben. Kurz darauf kam es zu der tödlichen Attacke zwischen den Gräbern.
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Die 14-Jährige wurde in Wien geboren, ihre Familie hat kurdische Wurzeln. Der Vater, der einst aus dem Irak nach Österreich geflüchtet war und hier ein Taxi-Unternehmen führte, ist bereits vor einigen Jahren verstorben.
Die Mutter soll mit drei Kindern, darunter der psychisch auffälligen Jüngsten, überfordert gewesen sein.
Für das tatverdächtige Mädchen gilt die Unschuldsvermutung.