Nach Blutbad auf Friedhof

14-jähriges Mädchen stellt in Zelle eine einzige Frage

Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Frau (64) am Wiener Friedhof Baumgarten sitzt eine 14-Jährige in U-Haft. Sie wird streng bewacht.
André Wilding
27.02.2026, 13:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nach der Bluttat am Friedhof Baumgarten kommen nun weitere Details ans Licht. Die erst 14 Jahre alte Verdächtige soll eine ihr völlig unbekannte Pensionistin mit mindestens fünf Messerstichen in Kopf und Hals getötet haben. Seit Donnerstagnachmittag sitzt das Mädchen wegen Tatbegehungsgefahr in Untersuchungshaft.

Mädchen bat um Zigarette

Untergebracht ist die Jugendliche im Grauen Haus, dem größten Gefängnis des Landes. Dort wird sie in einer Einzelzelle rund um die Uhr per Video überwacht. Hintergrund sollen auch frühere Selbstverletzungen sein - die 14-Jährige soll sich öfter "geritzt" und mit einer Klinge selbst verletzt haben.

Auf Mithäftlinge und Wachebeamte wirkt das Mädchen laut "Kronen Zeitung" meist apathisch. Direkt nach der Tat soll sie den Bestatter lediglich um eine Zigarette gebeten haben. In lichten Momenten stellt sie offenbar immer wieder dieselbe kindliche Frage: "Warum bin ich da?"

Angst- und Panikstörungen

Am Tattag dürfte die Jugendliche stark unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden sein. Sie soll mehrere Tabletten eines verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittels gegen Angst- und Panikstörungen eingenommen haben. Kurz darauf kam es zu der tödlichen Attacke zwischen den Gräbern.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Die 14-Jährige wurde in Wien geboren, ihre Familie hat kurdische Wurzeln. Der Vater, der einst aus dem Irak nach Österreich geflüchtet war und hier ein Taxi-Unternehmen führte, ist bereits vor einigen Jahren verstorben.

Die Mutter soll mit drei Kindern, darunter der psychisch auffälligen Jüngsten, überfordert gewesen sein.

Für das tatverdächtige Mädchen gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 27.02.2026, 18:55, 27.02.2026, 13:48
Jetzt E-Paper lesen