Was ist da los beim Burgtheater? Bei der "Klima Biennale Wien" wird das ehrwürdige Haus am Wiener Universitätsring Teil eines ungewöhnlichen Festivals. Von 9. April bis 10. Mai dreht sich in der Stadt alles um Klima, Kunst und neue Perspektiven.
Ein großer Schwerpunkt liegt im öffentlichen Raum - allen voran am Karlsplatz, aber auch beim Burgtheater. Dort treffen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft aufeinander. Ziel ist es, die Klimakrise nicht nur zu erklären, sondern greifbar zu machen.
Was allerdings wie ein fixer Umbau des Burgtheaters aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als temporäre Kunstaktion von Martin Färber: Nicht mehr benutzte Materialien aus dem Theater-Fundus werden dabei zu bunten Polstern und Sitzkissen verarbeitet - zu sehen ist die Installation (nicht ident mit der abgebildeten Visualisierung) von 5. bis 8. Mai.
Unter dem Motto "Unspeakable Worlds" will die Klima-Biennale zeigen, was sich oft schwer in Worte fassen lässt. Statt klassischer Ausstellungen setzen die Macher des Festivals auf Erlebnisse, Installationen und Formate, die komplexe Themen direkt spürbar machen.
Hinter der Biennale steht das KunstHausWien. Die Idee des Festivals: Die großen Fragen unserer Zeit sollen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Es geht um Klimawandel, Artensterben und die Rolle des Menschen im Zusammenspiel mit der Natur. "Wie kann eine lebenswerte Zukunft geschaffen werden?" lautet die zentrale Frage.
Bei der "Klima Biennale Wien" soll bewusst mit bestehenden Denkmustern gebrochen werden. Wachstum um jeden Preis wird hinterfragt, stattdessen rücken nachhaltige und gemeinschaftliche Ansätze in den Fokus. Die Biennale versteht sich so als Plattform für neue Ideen und Lösungen.
In Ausstellungen, Performances und Diskussionen kommen internationale Künstler, Wissenschafter und Initiativen zusammen. Sie zeigen, wie eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltige Zukunft aussehen könnte.
Klar ist: Das Thema ist überaus komplex - aber genau das will die Biennale sichtbar machen. Es geht um nichts weniger als die Frage, wie wir künftig leben wollen.