Große Umstellung auf beliebten Almhütten. Denn ausgerechnet der große Ansturm und die anhaltende Trockenheit stellen viele Hüttenwirte vor gewaltige Probleme. Auf manchen Berghütten wurde das Wasser so knapp, dass sogar die Toilettenspülungen abgestellt werden mussten.
Wie der ORF Salzburg berichtet, mussten auf manchen Hütten zeitweise die Duschen gesperrt werden. Um kostbares Wasser zu sparen, griffen die Betreiber sogar zu Papptellern. Besonders betroffen waren hoch gelegene Schutzhütten und Gebiete, in denen Regenwasser rasch im Gestein versickert.
Wie dramatisch die Lage teilweise war, zeigt ein Beispiel aus der Steiermark. Auf der Pühringer-Hütte im Toten Gebirge mussten laut Alpenverein immer wieder die Toilettenspülungen abgeschaltet werden. Stattdessen behalfen sich die Betreiber mit Wasserkübeln.
Auch auf der Wangenitzsee-Hütte in Kärnten machte man sich Sorgen. "Ende Juni und im Juli hatten wir nach einer langen trockenen Phase wirklich Angst, dass das Wasser knapp wird. Unsere alte Gletscherquelle liefert besonders an heißen Tagen immer weniger Wasser", berichten die Hüttenwirte Kasia Pawlus-Biel und Andrzej Biel in der aktuellen Saisonbilanz des Alpenvereins.
Dabei läuft das Geschäft auf Österreichs Berghütten hervorragend. Nach dem Rekordjahr 2025 mit rund 384.000 Übernachtungen rechnet der Alpenverein heuer mit einem weiteren Plus von fünf Prozent.
Für die kommenden Jahre wird die Wasserversorgung allerdings zur kostspieligen Herausforderung. Laut ORF Salzburg benötigen die heimischen Alpinvereine insgesamt rund 95 Millionen Euro, um Hütten, Wanderwege und die Wasserversorgung langfristig abzusichern.