Hacker greifen an

Webseiten weg – Wettlauf um PHP-Update lähmt Internet

Zwei kritische PHP-Sicherheitslücken gefährden Webserver. Aus Angst vor Angriffen gingen zahlreiche Websites offline, nun gibt es einen Wettlauf.
21.10.2026, 18:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Zwei kritische Sicherheitslücken in PHP versetzen Website-Betreiber in Alarmbereitschaft. Aus Angst vor Angriffen gingen zahlreiche Seiten vorsorglich offline. Inzwischen sind Sicherheitsupdates verfügbar, die Betreiber dringend installieren sollten. Ein Wettlauf hat begonnen: Webseitenbetreiber versuchen, die Updates möglichst schnell einzuspielen, währenddessen probieren Hacker, in die jeweiligen Systeme einzudringen.

Die Schwachstellen mit den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 ermöglichen es Angreifern, aus der Ferne eigenen Code auf verwundbaren Servern auszuführen – und das ohne vorherige Anmeldung. Die PHP-Entwickler bewerten beide Lücken mit 9,2 von 10 Punkten. Besonders gefährdet sind Systeme, auf denen PHP mit der Apache-Erweiterung mod_php läuft. Für diese Konfiguration ist laut den Entwicklern ein funktionierender Angriffsweg bekannt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Auch österreichische Websites betroffen

Die Warnung führte dazu, dass zahlreiche Betreiber ihre Websites vorübergehend vom Netz nahmen. In Österreich waren unter anderem die Universität Wien, die TU Wien und die "NÖN" sowie der APA-Aussendungsdienst OTS betroffen. Auch im Ausland wurden Websites vorsorglich abgeschaltet. Sicherheitsbehörden hatten dazu geraten, gefährdete Systeme vorübergehend vom öffentlichen Internet zu trennen, falls ein sofortiges Update nicht möglich ist.

Die Sicherheitslücken betreffen zahlreiche PHP-Versionen, laut den veröffentlichten Warnungen reicht das Risiko bis zu älteren Versionen zurück. Das macht auch veraltete Server und Geräte problematisch, für die keine regulären Sicherheitsupdates mehr erscheinen.

Diese Updates müssen Betreiber installieren

PHP hat fehlerbereinigte Versionen veröffentlicht: 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Betreiber sollten ihre Systeme so rasch wie möglich aktualisieren. Wer eine nicht mehr unterstützte PHP-Version verwendet, sollte auf eine aktuelle, unterstützte Version wechseln. Vorübergehende Konfigurationsänderungen können bekannte Angriffswege einschränken, ersetzen laut PHP aber kein Update.

Entdeckt wurden die Schwachstellen nach Angaben der Sicherheitsfirma Wiz mithilfe künstlicher Intelligenz. Wie viele Server tatsächlich verwundbar sind und welche Folgen die Lücken haben werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Laut "n-tv.de" gab es bereits Hinweise auf Angriffsversuche. Betreiber sollten daher nicht abwarten, sondern ihre PHP-Installationen prüfen und absichern.

red, 21.10.2026, 18:00
Weitere Storys