"Nicht mehr zumutbar"

Wegen Hitze – Minister will nun Sommerferien vorziehen

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat neue Reformen für Kindergärten und Schulen sowie Maßnahmen gegen die Hitze angekündigt.
Newsdesk Heute
02.07.2026, 08:12
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Die Bundesregierung will im Bildungsbereich mehrere Reformen auf den Weg bringen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) stellte am Donnerstag im Ö1-"Morgenjournal" Pläne für kleinere Kindergartengruppen, mehr Personal an Ganztagsschulen und Maßnahmen gegen die zunehmende Hitzebelastung an Schulen vor.

Bei den Kindergärten soll die maximale Gruppengröße künftig reduziert werden. "Kindergartengruppen sollen kleiner werden, bisher bis zu 25 Kinder pro Gruppe. Das ist zu viel, wir gehen deshalb runter auf maximal 22 Kinder. Spätestens in 10 Jahren soll es in ganz Österreich einheitlich sein. Zudem haben wir eine Ausbildungsoffensive gestartet, um mehr Elementarpädagogen zu finden."

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Auch bei den ganztägigen Schulangeboten kündigte der Minister Änderungen an. Vor allem im ländlichen Raum sei es schwierig, Personal für einzelne Betreuungsstunden am Nachmittag zu finden. Deshalb wolle die Regierung eine neue Personalkategorie der Unterstützungspädagogen schaffen, um Schulen zu entlasten.

Trotz des angespannten Budgets seien zusätzliche Mittel für den Bildungsbereich gesichert worden. "Zum Glück ist es gelungen, innerhalb dieses Budgets Offensivmittel herauszuverhandeln. Wir wissen aber, Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft."

Wiederkehr wirbt um Zustimmung der Opposition

Für einen Teil der geplanten Reformen braucht die Regierung eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Wiederkehr erklärte, während der Reformpartnerschaft habe es bereits laufend Gespräche mit Oppositionsparteien gegeben, um diese über den Stand der Vorhaben zu informieren. Nun gehe es darum, diese Gespräche zu vertiefen und eine gemeinsame Perspektive zu finden.

Hitze wird für Schulen zum Problem

Auch die anhaltenden Hitzewellen waren Thema im Interview. "Über so eine lange Hitzeperiode ist das nicht mehr zumutbar." Der Minister verwies darauf, dass das Schulrecht derzeit keine Möglichkeit biete, etwa Unterrichtsstunden zu verkürzen. Das System sei hier sehr starr.

Deshalb will sich Wiederkehr mit Experten und Schulpartnern beraten, um Lösungen zu erarbeiten, die sowohl die Betreuung der Kinder sicherstellen als auch mehr Flexibilität für die Schulen ermöglichen. Dafür kündigte er einen Hitze-Gipfel an und zeigte sich zuversichtlich, dass es bereits im Sommer eine gemeinsame Perspektive geben werde.

Den Vorschlag, die Sommerferien künftig vorzuziehen, bewertet der Bildungsminister positiv. Das könne zwar für Entlastung sorgen, dürfe aber nicht die einzige Maßnahme bleiben. "Wir müssen in Infrastruktur investieren, in Kühlung und Beschattung."

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