In sanierten Pavillon

Wegen Klinikneubau – Hietzinger Nuklearmedizin zieht um

Das Institut für Nuklearmedizin der Klinik Hietzing ist in einen sanierten Pavillon übersiedelt. Der Standort schafft Platz für den Klinikneubau.
Wien Heute
13.07.2026, 20:01
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Das Institut für Nuklearmedizin der Klinik Hietzing hat einen neuen, vorübergehenden Standort bezogen. Der Umzug war notwendig, damit am bisherigen Standort der neue Wirtschaftshof sowie weitere zentrale Versorgungseinheiten errichtet werden können.

Allein im Jahr 2025 wurden im Institut rund 8.500 ambulante Patientenkontakte verzeichnet. Das Leistungsspektrum reicht von Untersuchungen und Therapien bei Schilddrüsen-, Herz-, Lungen-, Knochen- und neurologischen Erkrankungen bis hin zu nuklearmedizinischen Behandlungen.

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Zwei moderne CT-Scanner

Im sanierten Pavillon stehen nun zwei moderne SPECT-CT-Scanner zur Verfügung. Die Kombination aus nuklearmedizinischer Bildgebung und Computertomografie ermöglicht präzisere Untersuchungen bei Krebs-, Herz- und Knochenerkrankungen.

Für Patienten, die körperlich nicht belastbar sind, wurde außerdem eine moderne Herzbelastungsliege eingerichtet. Ein neues Farbleitsystem soll zusätzlich für eine bessere Orientierung sorgen. Ebenfalls im Pavillon untergebracht ist das Institut für Krankenhausphysik, das den Strahlenschutz überwacht und die Qualität der Untersuchungen sicherstellt.

Ein neues Farbleitsystem soll bessere Orientierung schaffen.
Bauwert PM David Sever

Neue Zentralklinik bis 2039

Institutsvorstand Siroos Mirzaei betont: "Mit der Sanierung konnten wir eine Infrastruktur schaffen, die höchste Anforderungen an Strahlenschutz, Qualität und Sicherheit erfüllt. Das verbessert die Versorgung unserer Patient*innen nachhaltig."

Die Übersiedlung ist Teil der Vorbereitungen für den geplanten Neubau der Klinik Hietzing. Bis 2039 soll entlang der Hermesstraße eine neue Zentralklinik entstehen, in der sämtliche Leistungen unter einem Dach gebündelt werden. Während der Bauarbeiten werden mehrere Bereiche vorübergehend in sanierte historische Pavillons verlegt, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.

Adaptierte Pavillons als Ausweichquartiere

Wiener Gesundheitsverbund-Generaldirektorin-Stellvertreter Herwig Wetzlinger erklärt: "Die adaptierten Pavillons sichern den laufenden Betrieb und bieten bis zur Fertigstellung des Neubaus moderne Rahmenbedingungen für Patientinnen und Mitarbeiterinnen."

Für den neuen Standort wurde der denkmalgeschützte Pavillon statisch ertüchtigt und mit moderner Medizintechnik sowie umfassenden Strahlenschutzmaßnahmen ausgestattet: "Mit dieser Sanierung ist es gelungen, historische Architektur zu bewahren und gleichzeitig eine Infrastruktur zu schaffen, die höchsten medizinischen und sicherheitstechnischen Standards entspricht", meint Marie-Thérèse Vierke, Geschäftsführerin der Wiener Gesundheitsverbund Projektentwicklungs- und Baumanagement GmbH.

Insgesamt vier temporäre Standorte

Der Pavillon der Nuklearmedizin ist der erste von insgesamt vier temporären Standorten, die im Zuge des Klinikneubaus in historischen Bestandsgebäuden eingerichtet werden. Bereits im Herbst sollen die Zentrale Notaufnahme und das Institut für Labormedizin in Pavillon 13 den Betrieb aufnehmen. Anfang 2027 folgt die 5. Medizinische Abteilung mit Onkologie in Pavillon 9.

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