Laut Umfragen im Parlament

Weichen für Wahlkampf – KPÖ hat neuen Partei-Chef

Angesichts der langsam näher rückenden Nationalratswahlen hat die KPÖ an der Parteispitze einen Führungswechsel vollzogen.
14.10.2026, 14:57
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Lange in Vergessenheit geraten und schwer verpönt, ist die KPÖ in den letzten Jahren plötzlich wieder in Österreichs Politik präsent. 2021 fuhren die Kommunisten in Graz einen überraschenden Erdrutschsieg sein und wurden stärkste Kraft. Seither wird die steirische Landeshauptstadt kommunistisch regiert.

Elke Kahr konnte bei den Wahlen 2026 sogar noch sieben Prozent zulegen, wurde im Amt bestätigt. Auch in Salzburg sitzen die Kommunisten mit Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl seit 2024 in der Stadtregierung, landeten mit 23 Prozent nur hauchdünn hinter der SPÖ. Landesweit kamen sie auf zwölf Prozent.

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Führungswechsel

Diese Erfolge will die KPÖ freilich nutzen, um auch bundesweit anzugreifen. In den Sonntagsfragen liegt die Partei meist genau auf der 4-Prozent-Hürde, die zum Einzug in den Nationalrat übersprungen werden muss. Um bis zum nächsten Wahl-Termin noch genügend potentielle Wähler zu überzeugen, gibt es jetzt einen Generationenwechsel an der Parteispitze.

Tobias Schweiger (36), bislang schon Bundessprecher der KPÖ, wurde am Wochenende durch den Bundesvorstand auch zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Österreichs bestimmt und löst Günther Hofpgartner (62) ab. Schweiger wurde 1990 in Graz geboren und war schon 2024 Spitzenkandidat der Partei bei den Nationalratswahlen.

"Die KPÖ ist ein Gegenentwurf zu den etablierten Parteien. Wir brauchen eine Politik, die ehrlich verspricht, was sie auch nach der Wahl halten kann. Eine Partei, die Möglichkeiten schafft, sich einzubringen, und Menschen ermutigt, selbst aktiv zu werden", so Schweiger zu seiner Motivation.

leo, 14.10.2026, 14:57