Studie

Wer kuschelt, hat eine bessere Wundheilung

Forscher untersuchten Paare und fanden: Wenn Oxytocin und tägliche Zuwendung zusammenkommen, laufen Heilungsprozesse effizienter.
Heute Life
17.12.2025, 22:35
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Berührungen, liebevolle Zuwendung und das "Kuschelhormon" Oxytocin können laut Studie biologische Heilungsprozesse beschleunigen. Erst in Kombination wirken sich Nähe und das Hormon deutlich auf die Wundheilung und Stressreaktionen aus.

Nähe heilt – nicht nur das Herz

Zärtlichkeit kann mehr als nur ein gutes Gefühl hinterlassen: Sie kann konkrete körperliche Effekte haben. Eine neue Studie der Universität Heidelberg zeigt, dass positive soziale Interaktionen wie Berührungen und körperliche Nähe die Wundheilung fördern können – und zwar messbar.

Oxytocin + Zuwendung = stärkere Heilung

Im Experiment wurden Paare für ihre alltägliche Zuwendung bewertet. Dazu erhielten die Teilnehmer zusätzlich Oxytocin per Nasenspray.

Das Ergebnis:

  • Eine schnellere Wundheilung gab es nur dann, wenn tägliche Zuwendung und Oxytocin gemeinsam wirkten.
  • Oxytocin allein ohne liebevolle Interaktion brachte keinen messbaren Vorteil.
  • Auch nur Gespräche ohne körperliche Nähe reichten nicht aus.
    Damit unterstreichen die Forscher, wie eng soziales Verhalten und Körpersysteme miteinander verknüpft sind.

Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn produziert wird und oft als "Kuschelhormon" oder "Liebeshormon" bezeichnet wird, da es Bindung, Vertrauen und Wohlbefinden fördert, aber auch Wehen auslöst und die Milchproduktion anregt.

Es wird durch verschiedene Reize wie Berührung, Saugreiz, Stimulation der Gebärmutterhalses oder Orgasmus freigesetzt.

So nutzt du Nähe für dein Wohlbefinden

Was im Alltag hilft:

  • Umarmen: Schon kurze, regelmäßige Umarmungen senken Stress.
  • Berührungen zulassen: Händchenhalten, Streicheln oder Schulterkontakt wirken beruhigend.
  • Zeit zu zweit: Gemeinsame Rituale (Spaziergang, Abendessen) verstärken den Effekt.
  • Echte Aufmerksamkeit: Handy weg, Blickkontakt halten – Nähe wirkt stärker, wenn sie bewusst ist.

Auch ohne Partner möglich:

  • Nähe zu Freunden oder Familie suchen
  • Massage, Körperarbeit oder Yoga
  • Kuscheln mit Haustieren
  • Wärmende Reize (Decke, Bad) als sanfter Ersatz
  • Gewichtsdecke

Was das für uns bedeutet

Die Studie zeigt, dass unser Körper auf positive soziale Erfahrungen reagiert – nicht nur psychisch, sondern auch biologisch. Berührungen, Umarmungen oder liebevolle Zuwendung beeinflussen Hormone, reduzieren Stress und können so Heilungsprozesse unterstützen.

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