Berührungen, liebevolle Zuwendung und das "Kuschelhormon" Oxytocin können laut Studie biologische Heilungsprozesse beschleunigen. Erst in Kombination wirken sich Nähe und das Hormon deutlich auf die Wundheilung und Stressreaktionen aus.
Zärtlichkeit kann mehr als nur ein gutes Gefühl hinterlassen: Sie kann konkrete körperliche Effekte haben. Eine neue Studie der Universität Heidelberg zeigt, dass positive soziale Interaktionen wie Berührungen und körperliche Nähe die Wundheilung fördern können – und zwar messbar.
Im Experiment wurden Paare für ihre alltägliche Zuwendung bewertet. Dazu erhielten die Teilnehmer zusätzlich Oxytocin per Nasenspray.
Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn produziert wird und oft als "Kuschelhormon" oder "Liebeshormon" bezeichnet wird, da es Bindung, Vertrauen und Wohlbefinden fördert, aber auch Wehen auslöst und die Milchproduktion anregt.
Es wird durch verschiedene Reize wie Berührung, Saugreiz, Stimulation der Gebärmutterhalses oder Orgasmus freigesetzt.
Die Studie zeigt, dass unser Körper auf positive soziale Erfahrungen reagiert – nicht nur psychisch, sondern auch biologisch. Berührungen, Umarmungen oder liebevolle Zuwendung beeinflussen Hormone, reduzieren Stress und können so Heilungsprozesse unterstützen.