Kommt der Winter früher als gedacht nach Österreich? Während die Wetter-Modelle zuletzt noch milde Temperaturen von bis zu 15 Grad berechneten, zeichnet ein neuer Modelllauf plötzlich ein ganz anderes Bild. Statt warmer Luft könnten schon bald deutlich kühlere Temperaturen und sogar Schneefälle auf Österreich zukommen.
Besonders überraschend: In der aktuellen Berechnung ist selbst im Flachland Schnee möglich. Damit könnte auch Wien erstmals einen winterlichen Vorgeschmack bekommen.
Bis zum Wochenende ändert sich am Wetter vorerst wenig. Ein Hochdruckgebiet bestimmt weiterhin das Geschehen und sorgt in vielen Regionen für Nebel, Hochnebel und einen überwiegend trüben Himmel.
Wo sich die Wolkendecke auflöst, kann es in den Nächten bereits leicht frostig werden. Erst danach könnte Bewegung in die Wetterlage kommen. Tiefdruckgebiete vom Atlantik versuchen zunehmend, das bislang vorherrschende Hoch zurückzudrängen.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt derzeit eine Berechnung des europäischen Wettermodells ECMWF vom 3. November. Bisher deuteten die Prognosen auf eine mildere Südwestströmung hin, die Regen und Temperaturen von bis zu 15 Grad nach Österreich bringen könnte.
Der neue Modelllauf zeigt hingegen eine deutlich winterlichere Entwicklung. Demnach könnte sich ein Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa festsetzen und auf seiner Rückseite kalte Luft nach Österreich lenken. Die Folge wären sinkende Temperaturen und regional mögliche Schneefälle.
In der aktuellen Modellrechnung sind Schneesignale für weite Teile Österreichs zu erkennen. Dabei könnten nicht nur höhere Lagen betroffen sein.
Auch im Flachland wäre Schneefall möglich. Selbst für die Bundeshauptstadt Wien deutet das Modell eine winterliche Variante an. Ob es tatsächlich so kommt, lässt sich derzeit allerdings noch nicht zuverlässig sagen.
Entscheidend für die weitere Entwicklung ist vor allem die genaue Zugbahn des Tiefdruckgebiets. Bereits eine Verschiebung um rund 100 Kilometer könnte ausreichen, damit in einer Region statt Schnee nur Regen fällt.
Hinzu kommt, dass die Berechnungen mehrere Tage in die Zukunft reichen. Bis zum 12. November können sich die Prognosen daher noch erheblich verändern.
Ein sicherer Wintereinbruch lässt sich aus dem aktuellen Modelllauf noch nicht ableiten. Nach der bisherigen Einschätzung ist die mildere Wetterentwicklung weiterhin etwas wahrscheinlicher.
Die neue Berechnung zeigt allerdings, wie rasch sich die Aussichten für den November ändern können. Ob Österreich schon bald die ersten Schneeflocken bis ins Flachland erlebt oder doch mildes Herbstwetter bekommt, bleibt damit vorerst offen.
Der Freitag bringt häufig Sonnenschein, Frühnebelfelder lösen sich weitgehend auf und abseits davon zeigen sich nur ein paar harmlose Wolken. Der Wind weht mäßig, im Donauraum auch lebhaft aus östlichen Richtungen. Nach einem leicht frostigen Start werden tagsüber 5 bis 10 Grad erreicht.
Am Samstag ändert sich wenig, abseits lokaler Nebelfelder dominiert der Sonnenschein. Am hartnäckigsten hält sich der Nebel Richtung Eisenwurzen, darüber ziehen nur harmlose Wolken durch. Bei schwachem bis mäßigem Südostwind liegen die Höchstwerte zwischen 4 und 10 Grad.
Der Sonntag startet gebietsweise mit Nebel oder Hochnebel, welcher sich meist am Vormittag auflöst. Allerdings wird es nicht mehr ungetrübt sonnig, zeitweise machen sich auch Wolkenfelder bemerkbar. Diese bleiben jedoch harmlos. Bei mäßigem Südostwind erreichen die Temperaturen auf 4 bis 11 Grad.