Der goldene Herbst bekommt einen ordentlichen Dämpfer! Pünktlich zum Halloween-Wochenende wird es in Österreich zunehmend nass und kalt. Ein Höhentief bringt Regen, sinkende Temperaturen und stellenweise sogar Schnee bis in höhere Tallagen. Besonders in der Nacht auf Allerheiligen müssen sich viele Österreicher auf ungemütliches Wetter einstellen.
ORF-Meteorologe Sigi Fink kündigte bereits am Donnerstagabend in seiner Wetterprognose an: "Von Tag zu Tag kälter, ab Samstagnachmittag wieder ein paar Schauer, Schnee auf 1200 bis 700m!"
Wer am Samstagabend (31. Oktober) für Halloween unterwegs ist, sollte jedenfalls eine wetterfeste Jacke einpacken.
Laut Fink sind besonders in einem breiten Streifen von Linz über das südliche Niederösterreich bis ins Burgenland Niederschläge möglich. Auch rund um Mariazell kann es ungemütlich werden. "Auch die Halloween-Nacht bringt speziell von Linz bis Eisenstadt und Mariazell ein paar Schauer", erklärt der Meteorologe.
Die Ursache für den Wetterwechsel ist ein sogenannter Höhenkaltlufttropfen. Dabei handelt es sich um ein Gebiet kalter Luft in höheren Schichten der Atmosphäre, das zunehmend wechselhaftes Wetter auslösen kann.
Zunächst hält das Hoch Jurij die Wetterlage aber noch einigermaßen ruhig. Laut der aktuellen Prognose von UWZ-Meteorologe Roland Reiter beginnt der Freitag (30. Oktober) vielerorts mit Nebel und Hochnebel. In den Tälern und Becken bleibt es zunächst trüb, während auf den Bergen bereits am Morgen häufig die Sonne scheint.
Im Laufe des Tages kann sich die Sonne auch in tieferen Lagen zeitweise durchsetzen. Im Osten bleiben die Wolken stellenweise hartnäckig, vereinzelt sind ein paar Regentropfen möglich. Die Temperaturen erreichen noch 7 bis 14 Grad.
Am Samstag beginnt sich das Wetter von Nordosten her zu verändern. Während sich im westlichen und südlichen Bergland noch häufig die Sonne zeigt, ziehen im Nordosten immer mehr dichte Wolken auf. Dort fällt zeitweise Regen.
Oberhalb von etwa 1.000 bis 1.200 Metern ist laut UWZ bereits leichter Schneefall möglich. Sigi Fink hält im Zuge des Kaltluftvorstoßes örtlich sogar Schnee bis auf 700 Meter für möglich. Die Höchstwerte gehen auf 6 bis 13 Grad zurück.
Am Sonntag, dem 1. November, erreicht das unbeständige Wetter seinen vorläufigen Höhepunkt. In weiten Teilen Österreichs dominieren Wolken, immer wieder fällt etwas Regen.
Besonders in den östlichen Nordalpen sinkt die Schneefallgrenze laut UWZ stellenweise bis auf rund 800 Meter. In höher gelegenen Tälern und Bergregionen können sich damit zunehmend winterliche Verhältnisse einstellen.
Etwas freundlicher bleibt es zunächst im Westen und Südwesten. Dort sind neben längeren trockenen Phasen auch einzelne sonnige Auflockerungen möglich. Im östlichen Flachland lässt der Regen gegen Abend nach. Dazu weht mäßiger Nord- bis Nordostwind, am Bodensee und am Alpenostrand teilweise lebhaft. Mit nur noch 4 bis 10 Grad ist es deutlich kälter als am Freitag.
Eine rasche Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Am Montag (2. November) bleibt es über weite Strecken grau. Im Südosten und entlang der Nordalpen ist am Vormittag weiterer Regen möglich.
Tagsüber kann es aus den hochnebelartigen Wolken stellenweise nieseln. Etwas Sonne gibt es am ehesten im westlichen Bergland. Die Temperaturen liegen zwischen 3 und 12 Grad, im Osten weht teilweise lebhafter Nordwind.
Für Halloween und Allerheiligen heißt das: Regenjacke und warme Kleidung bereithalten. In den Bergen kann es bereits winterlich werden – im Flachland bleibt es überwiegend beim Regen.