Wer sein Handy wechselt oder WhatsApp neu einrichtet, benötigte bisher oft einen per SMS verschickten Code, um sich auszuweisen. Das gehört zunehmend der Vergangenheit an: Inzwischen nutzen bereits über eine Milliarde Menschen sogenannte "Passkeys".
Die Technik dahinter ist simpel und vor allem besonders sicher: Man loggt sich bei WhatsApp einfach mit der Gesichtserkennung (Face ID), dem Fingerabdruck oder dem Entsperr-Code des eigenen Handys ein. Fall erledigt.
Das klaut Kriminellen die Chance, Codes abzufangen. Neu ist ab sofort: Wer sowohl ein Android-Handy als auch ein iPhone oder iPad nutzt, kann jetzt mehrere dieser Passkeys gleichzeitig für sein Konto einrichten. Aktivieren lässt sich das Ganze im Menü unter "Einstellungen" > "Konto" > "Passkeys".
Viele User schützen ihr Konto zusätzlich mit der "Verifizierung in zwei Schritten" vor Hackern. Bisher musste man sich dafür eine sechsstellige PIN ausdenken. Das Problem: Viele Nutzer wählten unsichere Kombinationen wie "123456".
Damit macht WhatsApp jetzt Schluss! Der Messenger stellt das System um und verlangt künftig ein echtes, langes Passwort. Ab sofort können auch Buchstaben und Sonderzeichen verwendet werden, was es Betrügern extrem schwer macht, den Code zu erraten.
Die klare Empfehlung der Entwickler: Wer noch eine schwache Zahlenfolge nutzt, sollte sie jetzt dringend gegen ein starkes Passwort tauschen.
Zusätzlich rüstet WhatsApp gegen fiese Telefon-Betrüger auf. Oft versuchen Kriminelle, ihre Opfer über Anrufe unter Druck zu setzen. Wenn künftig eine fremde, nicht gespeicherte Nummer bei dir anläutet, liefert die App (vorerst auf Android-Geräten) nützliche Zusatz-Infos direkt auf den Bildschirm.
Du siehst dann noch vor dem Abheben, ob der Anruf aus dem Ausland kommt oder ob sich der Fremde zufällig in derselben Chat-Gruppe befindet wie du. Das hilft enorm, um Betrugsversuche sofort zu durchschauen – und den Anruf im Zweifel einfach wegzudrücken.