Wichtige Dokumente verschollen

"Wie im Krieg" – Mann bekommt seit Wochen keine Post

Ein St. Pöltner wartet seit Anfang September vergeblich auf seine Post. Wichtige Befunde und Rechnungen fehlen. Jetzt reagiert die Post.
17.10.2026, 07:45
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Martin W. aus St. Pölten ist verzweifelt. Seit Anfang September wartet er vergeblich auf seine Post. Weder wichtige medizinische Befunde noch Rechnungen oder seine neue Bankomatkarte kommen bei ihm an.

"Es ist so, als wäre man tot. Oder als hätten wir Krieg und die Post könnte nicht liefern", schildert Martin W. verzweifelt im Gespräch mit "Heute" seine Lage.

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Nicht einmal Werbung kommt mehr an

Besonders ärgerlich: Ärzte hätten ihm mehrfach wichtige Befunde per Post geschickt, doch keiner davon sei angekommen. Auch Rechnungen für einen Krankenhausaufenthalt und die GIS-Gebühren habe er nie erhalten. Die Folge: Martin bekommt Mahnungen, obwohl ihm die ursprünglichen Zahlungsaufforderungen fehlen.

Selbst die neue Bankomatkarte ließ auf sich warten. Erst nachdem er bei seiner Bank eine weitere Karte bestellt hatte, kam diese tatsächlich an. Es war laut Martin der einzige Brief, der ihn seit Anfang September erreichte.

"Nicht einmal Werbung kommt mehr bei mir an", wundert sich der Niederösterreicher. Er wohnt seit 60 Jahren an derselben Adresse und habe so etwas noch nie erlebt.

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Beschwerden brachten bisher nichts

Martin versuchte bereits, das Problem zu lösen. In einer Postfiliale schilderte er seine Situation, sein Anliegen sei weitergeleitet worden. Geändert habe sich allerdings nichts.

Auch seinen Briefträger sprach er auf der Straße direkt darauf an. Dieser habe ihm erklärt, dass er nichts dafür könne. Als mögliche Ursache sei Martin bereits mehrmals Personalmangel genannt worden.

"Ich will wissen, wo meine Post bleibt? Was haben die damit gemacht?", fragt sich der verzweifelte St. Pöltner.

Post reagiert auf "Heute"-Anfrage

"Heute" konfrontierte die Österreichische Post mit den Vorwürfen. Ein Sprecher erklärte, dass man den Fall intensiv überprüft habe. Ein größeres Zustellproblem in der betroffenen Region sei nicht bekannt.

Zudem handle es sich bei der Adresse um ein Mehrparteienhaus, in dem laut Post alle anderen Bewohner ihre Sendungen zuverlässig erhalten würden.

Den konkreten Fall wolle man dennoch nicht auf sich beruhen lassen. Die Post nehme die Beschwerde sehr ernst und kündigte eine besondere Maßnahme an: Künftig sollen sämtliche eingehenden Sendungen für Martins Haushalt nochmals dokumentiert und erfasst werden.

red, 17.10.2026, 07:45
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