Eindringliche Worte von ORF-Meteorologe und Klimaexperte Marcus Wadsak: Bei der 5. Kremser Klimakonferenz warnte er vor den dramatischen Folgen der Erderwärmung. Rund 125 Besucher kamen ins Schulzentrum Krems – ein neuer Teilnehmerrekord.
"Die ganze Welt leidet unter der Klimakrise und sie kostet schon viel zu vielen Menschen das Leben", erklärte Wadsak. Der bekannte Wetterexperte und Bestsellerautor verdeutlichte anhand zahlreicher Beispiele, wie schnell der Klimawandel voranschreitet und welche Auswirkungen bereits heute spürbar sind.
Besonders eindringlich fiel sein Appell an die Bevölkerung aus: "Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt, und die letzte, die noch dazu beitragen kann, die Kurve zu kriegen."
Um die Erderwärmung einzudämmen, brauche es laut Wadsak weniger Emissionen, mehr Grünflächen zur Kühlung, den Ausbau erneuerbarer Energien und einen bewussteren Umgang mit Ressourcen. Dabei könne jeder Einzelne einen Beitrag leisten.
Ausdrücklich lobte der ORF-Meteorologe die Bemühungen der Stadt Krems beim Klimaschutz. "Krems macht seit vielen Jahren sehr viel richtig. Hier wird wirklich gehandelt", betonte Wadsak.
Bürgermeister Peter Molnar stellte bei der Konferenz die Klimastrategie der Stadt vor. Bis 2030 soll Krems energieautark werden und die benötigte Energie selbst vor Ort erzeugen. Bis 2040 wird Klimaneutralität angestrebt.
"Jede Entscheidung in der Stadt ist klimarelevant. Deshalb versuchen wir, bei allen Vorhaben die bestmögliche Lösung für den Klimaschutz zu finden", erklärte Molnar.
Zu den Maßnahmen zählen die klimafitte Umgestaltung öffentlicher Plätze, zusätzliche Bäume, der Ausbau von Photovoltaikanlagen und die Förderung der Elektromobilität. Auch ein elektrisch betriebenes Tanklöschfahrzeug ist bei der Feuerwehr Krems bereits im Einsatz. Derzeit wird die Umstellung der Stadtbusse auf Elektroantrieb vorbereitet.
Das dreiköpfige Klimabüro der Stadt koordiniert die Projekte. Neben dem Klimaschutz gehe es dabei auch um wirtschaftliche Vorteile. "Energiesparen bedeutet auch Kostensparen", erklärte Klimabüroleiterin Stefanie Widhalm.
Die Konferenz ermöglichte den Besuchern zudem, sich bei Fachleuten über erneuerbare Energien, Gebäudesanierung und nachhaltigen Konsum zu informieren.
Bereits am Vorabend hatte eine Dokumentation über das dramatische Abschmelzen der Alpengletscher auf die Veranstaltung eingestimmt.