Experten reden Klartext

Wie sicher ist dein Smart Home vor Hackern?

Nach Cyberangriffen auf Supermärkte fragen sich viele, ob auch das eigene Smart Home gefährdet ist. Experten schätzen das Risiko ein.
07.11.2026, 17:27
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Die jüngsten Cyberangriffe auf Kühl- und Gefrierschränke in europäischen Supermärkten haben viele Menschen verunsichert.

Es stellt sich die Frage, ob Hacker auch in privaten Haushalten Geräte wie Heizung, Garagentor oder sogar Alarmanlagen manipulieren können.

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Das auf Gebäudetechnik spezialisierte Unternehmen Lux&Tech gibt mit Blick auf Privathaushalte Entwarnung.

Laut der Vorsitzenden des Chaos Computer Club Luxembourg, Trix Taiclet, gibt es wenig Anreiz für gezielte Angriffe auf einzelne Personen. "Auch wenn eine Alarmanlage aus der Ferne gesteuert werden kann, funktioniert sie aufgrund einer entsprechenden europäischen Norm weiterhin unabhängig und gewährleistet den Schutz des Hauses."

Wie "l'essentiel" berichtet, liegt der Fokus für Hacker meist auf Unternehmen mit größeren Erpressungschancen.

Trotzdem ist das Risiko nicht gleich null. Taiclet warnt davor, zu viele vernetzte Geräte direkt mit dem Internet zu verbinden.

Besonders dann, wenn unklar ist, wo die Daten gespeichert werden, etwa bei Geräten von chinesischen Plattformen. Hier könnten Angreifer auf einzelne Geräte und sogar weitere Geräte im Heimnetzwerk zugreifen.

Schutzmaßnahmen für das vernetzte Zuhause

Der Angriff auf Supermarkt-Kühlregale hat gezeigt, wie Schwachstellen ausgenutzt werden können. Die Geräte konnten aus der Ferne manipuliert werden, weil die Schnittstellen nicht ausreichend geschützt und Authentifizierungssysteme mangelhaft waren.

Einen vollständigen Schutz gibt es zwar nicht, aber das Risiko lässt sich verringern. Taiclet empfiehlt, möglichst auf ein lokales Netzwerk zu setzen.

Moderne Technologien erlauben die Kommunikation der smarten Geräte untereinander, ohne dass sie direkt vom Internet aus erreichbar sein müssen. Ein zentraler Controller im Haus, wie etwa die Open-Source-Lösung Home Assistant, kann dabei helfen.

Auch einfache Maßnahmen sind wichtig: Software sollte regelmäßig aktualisiert werden, damit bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden. Zudem rät die Expertin, nicht vollständig von vernetzten Geräten abhängig zu sein und immer Alternativen bereitzuhalten. 'Wenn Ihre Beleuchtung vernetzt ist, sollten Sie für den Notfall auch klassische Lampen zu Hause haben.'

red, 07.11.2026, 17:27