Dyson erweitert sein Roboter-Sortiment um drei Modelle. Der R1 Nurovi Dry, der R2 Nurovi Wash+Dry und der R3 Nurovi Spot+Scrub UV sollen Schmutz nicht nur aufnehmen, sondern je nach Modell auch gezielt erkennen und entfernen. Mit dem R1 Nurovi Dry und dem R2 Nurovi Wash+Dry stellt Dyson zwei neue Saugroboter vor, die auf eine gründliche Reinigung verschiedener Bodenarten ausgelegt sind. Beide Modelle setzen auf das neue Twin-Capture-System. Dabei sollen größere Verschmutzungen über die Bürstenwalze aufgenommen werden, während der Saugmotor feinen Staub und kleinere Partikel erfasst.
Für Ecken und Kanten kommen ausfahrbare Seitenbürsten zum Einsatz. Sie sollen näher an Wände herankommen und gleichzeitig verhindern, dass sich lange Haare und Tierhaare um die Bürsten wickeln. Die Roboter erkennen laut Dyson über akustische Piezo-Sensorik und Bodenerkennungstechnologie die Staubmenge und den Untergrund. Im Auto-Modus wird die Saugleistung entsprechend angepasst. Beide Modelle verfügen zudem über dToF-LiDAR zur Navigation und eine Verbindung zur MyDyson-App.
Der R2 Nurovi Wash+Dry geht beim Putzen einen Schritt weiter. Er besitzt spezielle Reuleaux-Dreieck-Wischpads. Die ungewöhnliche Form soll dafür sorgen, dass die Pads auch in Ecken und direkt an Kanten reinigen können. Die Wischpads werden nach der Reinigung automatisch in der Station mit 75 Grad heißem Wasser gewaschen. Anschließend trocknet die Station sie mit 45 Grad heißer Luft. Die Station verfügt außerdem über einen 2,1-Liter-Frischwassertank und einen 1,2-Liter-Schmutzwassertank.
Der R2 wiegt 3,6 Kilogramm und soll bis zu 90 Minuten am Stück reinigen. Bei Bedarf fährt er automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung anschließend fort. Der Preis liegt bei 849 Euro, die Markteinführung in Österreich ist für Ende 2026 vorgesehen. Der R1 Nurovi Dry wiegt 3,4 Kilogramm, kommt ohne Nassreinigungsfunktion und soll bis zu 120 Minuten laufen. Sein Staubbehälter fasst 150 Milliliter. Die Station kann trockenen Schmutz laut Dyson bis zu 60 Tage speichern. Der Preis beträgt 549 Euro, ebenfalls ab Ende 2026.
Noch stärker auf die Nassreinigung konzentriert sich der Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV. Das Modell kombiniert eine HD-Kamera, UV-Licht und grünes, laserähnliches Licht mit KI-Bilderkennung. Damit soll der Roboter nahezu 200 Arten von Verschmutzungen und Gegenständen erkennen können. Das System soll unter anderem eingetrocknete Flecken sichtbar machen. Erkennt der Roboter eine Verschmutzung, passt er sein Reinigungsverhalten entsprechend an und überprüft anschließend erneut den Bereich.
Auch bei der Navigation setzt der R3 auf LiDAR. Das System scannt die Umgebung laut Dyson siebenmal pro Sekunde. Räume können automatisch erkannt und benannt werden. Hindernisse wie Kabel, Socken oder Hundekot sollen erkannt und umfahren werden. Für die Reinigung entlang von Wänden besitzt der R3 eine 27 Zentimeter breite Mikrofaserwalze. Diese kann um bis zu 40 Millimeter ausgefahren werden. Die Walze hebt sich außerdem um 10 Millimeter an, wenn Teppiche oder verschüttete Flüssigkeiten erkannt werden.
Das Wasser wird über ein Zwölf-Punkt-System kontinuierlich zugeführt und auf 70 Grad erhitzt. Die Walze reinigt sich während des Betriebs selbst. Nach der Reinigung wird sie in der Station ebenfalls mit 70 Grad heißem Wasser gewaschen und anschließend mit 55 Grad warmer Luft getrocknet. Beim Trockensaugen arbeitet der R3 laut Hersteller mit einem Motor mit 30 kPa. Dyson spricht von 65 Prozent mehr Saugkraft gegenüber einem nicht näher genannten Vorgängermodell. Diese Angabe basiert laut Unternehmen auf internen Testdaten.
Die Station kann bis zu 100 Tage trockenen Schmutz speichern. Der Frischwassertank fasst 2,3 Liter, der Schmutzwassertank 2,1 Liter. Der Roboter selbst wiegt 6,6 Kilogramm. Der R3 soll bis zu 200 Minuten reinigen und bei Bedarf automatisch zur Station zurückkehren. Über die MyDyson-App können Nutzer Reinigungszonen festlegen, Karten abrufen und Reinigungsregeln für einzelne Räume definieren. Der Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV soll im Frühjahr 2027 in Österreich erscheinen. Der Preis liegt bei 1.199 Euro.
Mit den drei Nurovi-Modellen deckt Dyson unterschiedliche Funktionen ab. Der R1 konzentriert sich auf das Saugen, der R2 kombiniert Saugen und Wischen. Der R3 ergänzt die Nassreinigung um Kamera, UV-Licht und KI-basierte Fleckenerkennung. Alle drei Modelle setzen auf eine automatische Station und die MyDyson-App. Der R3 ist dabei nicht nur das teuerste Modell, sondern laut den angegebenen technischen Daten auch das schwerste und verfügt über die umfangreichste Sensorik.