Zweifache Mutter entsetzt

"Wie The Walking Dead" – Junkies spritzen am Spielplatz

In Wien-Mariahilf wandern Drogensüchtige durch die Alk-Verbotszone ins Bezirksinnere – eine Mutter klagt über die Zustände in ihrem Lieblingspark.
Christian Tomsits
13.07.2026, 05:30
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Großer Unmut im Grätzl: In Wien-Mariahilf nisten sich Drogensüchtige in einem weiteren beliebten Park ein. Seit Beginn der Alkoholverbotszone rund um die berüchtigte U6-Station Gumpendorferstraße und des Fritz-Imhoff-Parks (Anfang Mai) wandern beeinträchtigte Drogensüchtige immer weiter ins Stadtinnere ab.

Rund um den Minna-Lachs-Park im Herzen des sechsten Bezirks scheint sich ein neuer Drogen-Hotspot abzuzeichnen – "genau vor einer Volksschule und mitten auf dem Kinderspielplatz", ärgert sich eine Anwohnerin.

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"Setzen sich vor Kindern eine Spritze"

Die zweifache Mutter (47) macht sich Sorgen um ihre Kinder (4 und 9 Jahre), mit denen sie fast täglich am Nachmittag den Park besuchte. "Mittlerweile ist das wie im Film 'The Walking Dead', täglich schlurfen die Junkies umher, manche setzen sich vor Kindern die Spritze", so die "Heute"-Leserin.

Spritzen bei der Rutsche

Drogenutensilien werden im Gebüsch, rund um die Kinderrutsche und die Parkbänke gefunden, von versprochenen Polizeipatrouillen sei keine Spur zu sehen. "Mir hat die Polizei sogar einmal am Notruf aufgelegt, nachdem ich mich wiederholt beschwert hatte", schildert die Frau erbost.

"In den vergangenen Tagen wurde eine leichte Häufung einzelner Wahrnehmungen festgestellt", sagt Wiens Drogenkoordinator Ewald Locher zu "Heute", "wir nehmen das ernst und sind präsent im Park."

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Die Sozialarbeiter sind laut Locher täglich, manchmal sogar mehrmals täglich vor Ort: "Sie suchen aktiv das Gespräch mit betroffenen Personen und wirken darauf hin, dass Spielplätze und Bereiche für Kinder nicht als Konsumorte genutzt werden. Wo notwendig, werden Konsumspuren rasch entfernt."

Allerdings will der Drogenkoordinator keine neue Häufung von Fällen seit Beginn der neuen Schutzzone erkennen: "Die Anzahl der angetroffenen Drogenkonsumenten bewegt sich sowohl im Vergleich zur Zeit vor Einführung der Schutzzone als auch gegenüber dem Vorjahr auf einem ähnlichen, niedrigen Niveau." Das seien Resultate von monatelangen Beobachtungen.

Es ist eine andere Wahrnehmung, als die der Mutter. Ihre zwei Kinder besuchen in diesen Tagen diesen Spielplatz am Nachmittag nicht mehr.

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