Die Stadt zieht Bilanz der Radwegoffensive 2025: 53 Projekte, über 20 Kilometer neue Radwege im Hauptradnetz, zusätzlich mehr als 7 Kilometer in den Bezirken – und das alles mit 57 Millionen Euro Investitionen.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) zeigt sich zufrieden: "Ich freue mich sehr, dass es uns auch 2025 gelungen ist, größere, mehrjährige Projekte wie die Verlängerung der Radachse West auf der Meisel- und Hütteldorfer Straße oder den Radweg auf der Alserbachstraße erfolgreich fertigzustellen." Und sie macht klar: "Wir sind auf einem guten Weg, dass Wien ein Radwegenetz hat, das den Namen auch verdient."
Peter Jagsch, Bezirksvorsteher Hernals, NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner, Stefanie Lamp, Bezirksvorsteherin Ottakring, Stadrätin Ulli Sima und Radverkehrsbeauftragter Martin Blum (vl.) bei der Eröffnung des neuen Radwegs Geblergasse/Seeböckgasse.
Stadt Wien/Christian Fürthner
"Die Radwegeoffensive war auch 2025 wieder ein tolles Beispiel dafür, wie wir in Wien gezielt in mehr Sicherheit, attraktive Verbindungen und mehr Platz für die klimafreundliche Mobilität und gleichzeitig in die Begrünung unserer Stadt investieren" so NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.
Die Highlights aus 2025
Westen Wiens: Große Achsen, sichere Schulwege
Seeböck- & Geblergasse: 2,5 km Fahrradstraße von Gürtel bis Sandleitengasse – sichere Verbindung durch Ottakring & Hernals, inklusive neuer Gürtelquerung.
Radachse West (Meisel- & Hütteldorfer Straße): 3,3 km komfortables Radeln, über 4.000 m² entsiegelt, rund 60 neue Bäume, autofreier Schulvorplatz.
Auhofstraße (Hietzing): 1,1 km Fahrradstraße als Hochwasser-Alternative zum Wientalradweg.
Alserbachstraße & Alsergrund: Endlich durchgehend
Alserbachstraße: 1,2 km sichere Verbindung vom Donaukanal bis zum Gürtel, neue breite Zwei-Richtungs-Radwege, 46 neue Bäume.
Nordbergstraße & Tepserngasse: Fahrradstraße als Lückenschluss bis zur Friedensbrücke.
Spittelauer Lände: Neuer Zwei-Richtungs-Radweg bis zur Alserbachstraße.
Gürtel & Innenstadt: Schluss mit Umwegen
Neubaugürtel: Neuer 250 m Zwei-Richtungs-Radweg – kein Seitenwechsel, keine sieben Ampeln mehr.
Donaukanal (1. Bezirk): 300 m neue Promenade, klare Trennung von Fuß- und Radverkehr, Grün statt Gedränge.
Grün statt Asphalt
Naschpark / Wienzeilen: Fast 7 Hektar neuer Park mit rosa Zwei-Richtungs-Radweg.
Mühlschüttelpark (Floridsdorf): Neuer 440 m Geh- und Radweg entlang der Oberen Alten Donau.
Atzgersdorfer Platz: 550 m Zwei-Richtungs-Radweg als zentraler Lückenschluss am Liesingbachradweg.
Leopoldauer Straße: 1,2 km neue Radwege, 17 neue Bäume.
Richard-Neutra-Gasse („Klimahighway“): Neuer Zwei-Richtungs-Radweg mit Grünstreifen und 26 neuen Bäumen.
Radfahrkurse, Trainings und Service-Checks
Auch abseits der großen Baustellen sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Rund 70 Prozent der neu errichteten Radwege sind baulich getrennt, weitere 25 Prozent wurden als Fahrradstraßen oder fahrradfreundliche Straßen umgesetzt. Damit setzt Wien auf Sicherheit und Komfort für Radfahrer aller Altersgruppen. Für noch flüssigeres Vorankommen sorgen zudem 736 Grünpfeile für Radfahrer – damit ist Wien österreichweit klarer Spitzenreiter.
„Auch 2026 werden wir in den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur investieren und im Rahmen der budgetären Möglichkeiten viele neue Projekte auf den Weg bringen.“
Ulli SimaMobilitäts- und Planungsstadträtin, SPÖ
Begleitet wird der Infrastrukturausbau von einer umfassenden Service-Offensive: 6.600 Wiener Schüler nahmen 2025 an Radkursen teil, zusätzlich wurden rund 3.000 Kinder bei offenen Trainings an das sichere Radfahren herangeführt. Auch Erwachsene profitierten direkt – etwa durch 16 kostenlose Rad-Checks, bei denen kleine Reparaturen am Fahrrad rasch und unkompliziert erledigt wurden.