Sieben Zeilen reichten aus, um eine große Debatte auszulösen. Die ÖVP schrieb auf Instagram, dass "zwei Drittel der Österreicher das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig" empfinden. Grundlage dafür ist der aktuelle Integrationsbericht des Bundeskanzleramts. SPÖ und NEOS reagierten empört, warfen der Volkspartei Stimmungsmache vor.
Doch beim Blick ins Original zeigt sich: Die ÖVP zitierte korrekt ein Ergebnis aus dem Bericht – ohne es zu verfälschen. Die Diskussion riss dennoch nicht ab. Nun meldet sich auch Wiens designierter Erzbischof Josef Grünwidl zu Wort.
"Diese Sorge muss ernst genommen werden, wenn Österreicher konkret in ihrer Erfahrung Probleme mit Muslimen haben. Etwas skeptischer sehe ich eine gemachte Empörung von jenen, die bei diesem Thema aufspringen, aber noch nie schlechte Erfahrungen mit Migranten hatten", erklärt der designierte Erzbischof Josef Grünwidl am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal.
Und weiter: "Grundsätzlich meine ich, dass wir das Problem Migration nicht allein mit dem Satz 'Wir schaffen das' lösen können. Es gibt eben migrationsresistente Menschen, die dann Probleme schaffen."
Ein Punkt beschäftigt den Erzbischof aber noch mehr: die Entchristlichung! "Dass es immer weniger Christen gibt, weil Menschen meinen, dass sie ohne Christentum leben können - daran sind nicht Muslime schuld", stellt Grünwidl im ORF-Radio unmissverständlich klar.