Besuch von Vizebürgermeisterin

Wiener Kindergärten erhalten Hilfe von Deutsch-Profis

Gerade Kinder tun sich leicht beim Lernen. Da vielen von ihnen Deutsch Probleme bereitet, bietet die Stadt Wien hier in 10 Kindergärten nun Hilfe an.
Wien Heute
17.10.2025, 16:19
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Noch immer sprechen viele Kinder in Wien nicht ausreichend Deutsch. Im Sommer und in den ersten Wochen nach Beginn des neuen Kindergartenjahres gibt es deshalb zusätzliche Sprachförderkräfte in zehn Wiener Kindergärten. Das Projekt "Deutschoffensive Kindergarten" wird vom Verein STARTKLAR umgesetzt und findet in fünf städtischen sowie fünf privaten Einrichtungen statt, die aufgrund der Anzahl an Kindern mit Deutschförderbedarf ausgewählt wurden.

Ausweitung nach positivem Feedback

Die Maßnahme bietet einen erlebnisorientierten und linguistisch fundierten Zugang zur Deutschförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit – integriert in den Kindergartenalltag und in Abstimmung mit den Teams. Sie ist Teil der "Deutschoffensive" von Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS), die am 17. Oktober 2025 einen der Kindergärten im 20. Bezirk besuchte.

"Deutsch ist die Eintrittskarte in unsere Gesellschaft. Gerade Kindern müssen wir diese Eintrittskarte auch zur Verfügung stellen", so Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling. Das Pilotprojekt startete bereits im letzten Kindergartenjahr an drei Standorten. Das positive Feedback bestärkte die Vizebürgermeisterin, sodass das Projekt ausgeweitet wurde. In diesem Jahr sind insgesamt sechs STARTKLAR-Sprachförderkräfte in zehn Kindergärten tätig. Pro Kindergarten sind die Sprachförderkräfte drei Wochen lang täglich von 8 bis 14 Uhr vor Ort.

Nicht nur stures Lernen

Das große Ziel: Die Sprache soll für die Kinder erlernbar gemacht werden. "Sprache wird greifbar gemacht. Es ist wichtig, dass im Zuge der sprachlichen Bildung alle Sinne angesprochen werden", beschreibt Janine Fischer, Obfrau des Vereins STARTKLAR. "Im Rahmen der Arbeit im Kindergarten wird der Alltag sprachlich begleitet. So werden zum Beispiel alltägliche Brett- und Kartenspiele intensiv und an den Sprachstand der Kinder angepasst sowie sprachsensibel aufbereitet", erklärt sie. Sprachförderschwerpunkte wie die Satzstruktur in Hauptsätzen stehen dabei im Fokus.

Bei den Themenschwerpunkten geht es darum, alle Sinne einzubeziehen. Lautet das Thema zum Beispiel "Herbst", werden nicht nur Wortschatz und Satzstruktur gemeinsam erlernt. Auch echte Naturmaterialien wie Nüsse, Blätter und Kastanien fließen in den Unterricht ein. "So kommt es auch vor, dass unser Zauberstab zum Einsatz kommt, um mit Reimen die Nüsse herzuzaubern", so Fischer. Die Stadt Wien finanziert die Maßnahme, um die frühe Förderung der Kinder bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.

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