Weihnachtsmärkte, funkelnde Lichter und festlich geschmückte Einkaufsstraßen – die Wiener Innenstadt verwandelt sich langsam wieder in ein Weihnachtsparadies. Doch eine Frage beschäftigt bereits jetzt zahlreiche Fans der Adventzeit: Kommt das berühmte rote Mascherl heuer zurück?
Die riesige Weihnachtsschleife am Modehaus Popp & Kretschmer an der Ecke Kärntner Straße und Walfischgasse entwickelte sich im vergangenen Jahr innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Instagram-Hotspot. Tausende Besucher wollten ein Erinnerungsfoto mit der spektakulären Dekoration ergattern.
Der Hype hatte allerdings seine Schattenseiten. Tag für Tag kam es an der Kreuzung zu gefährlichen Situationen, weil Touristen, Influencer und andere Besucher für das perfekte Foto mitten auf die Fahrbahn liefen.
Selbst rote Fußgängerampeln hielten manche Selfie-Jäger nicht davon ab, die Straße zu überqueren. Hauptsache, das Mascherl war perfekt im Bild. Schließlich musste sogar die Polizei einschreiten. Es wurden Trenngitter aufgestellt und Verkehrssünder zur Kasse gebeten. Wer bei Rot über die Straße ging, musste mit einer Strafe von mehr als 30 Euro rechnen.
Während die Rückkehr des Mascherls noch auf sich warten lässt, gibt es seit dem 4. November bereits einen neuen weihnachtlichen Blickfang in unmittelbarer Nachbarschaft.
Das berühmte Hotel Sacher hat direkt gegenüber, an einer Ecke seines Gebäudes, einen Christbaum angebracht. Die festliche Dekoration könnte sich ebenfalls zum beliebten Fotomotiv für Touristen und Instagram-Fans entwickeln. Ob der Baum dem legendären Mascherl tatsächlich "Konkurrenz" auf Social Media machen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Doch was wird nun aus der riesigen roten Schleife? Ob sie auch heuer wieder an der bekannten Kreuzung angebracht werden darf, ist noch nicht entschieden.
Wie "Heute" erfuhr, beschäftigt sich die zuständige Magistratsabteilung bereits seit Monaten mit der Frage, ob die Weihnachtsdekoration erneut bewilligt werden kann – und wenn ja, unter welchen Bedingungen.
Dabei dürften insbesondere die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr eine Rolle spielen. Schließlich hatte der enorme Besucherandrang nicht nur für schöne Weihnachtsfotos, sondern auch für fragwürdige Verkehrssituationen gesorgt.
Damit bleibt die große Frage vorerst offen: Feiert das mittlerweile legendäre Wiener Weihnachtsmascherl heuer sein Comeback oder müssen sich Selfie-Fans nach einem neuen Lieblingsmotiv umsehen? Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.