"Falsche Lebensläufe"

Insiderin packt aus! So wird bei Sozialbetrug getrickst

Weil sie sich nach eigenen Angaben weigert, bei möglichen AMS-Betrügereien mitzumachen, wird eine 45-jährige Rumänin beleidigt und bedroht.
04.11.2026, 10:18
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Maria (45) lebt seit vielen Jahren in Wien. Die gebürtige Rumänin arbeitet als Übersetzerin und unterstützt ihre Landsleute dabei, in Österreich Fuß zu fassen. Sie hilft bei Behördenwegen, Anträgen und anderen administrativen Angelegenheiten.

Doch ausgerechnet dieses Engagement hat ihr jetzt massive Anfeindungen eingebracht. Auf TikTok und Facebook werde sie öffentlich verspottet, beleidigt und wegen ihres Aussehens bloßgestellt. Auch Drohungen habe es bereits gegeben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Ich sollte falsche Lebensläufe erstellen"

Der Grund dafür ist laut Maria ihre konsequente Haltung gegenüber möglichen Sozialleistungsbetrügereien. Die 45-Jährige will Menschen dabei unterstützen, Arbeit zu finden und sich an die österreichischen Gesetze zu halten.

Doch nicht alle seien damit einverstanden. So sei sie bereits aufgefordert worden, falsche Lebensläufe zu erstellen. Als sie sich weigerte, habe ein Mann ihr sogar körperliche Gewalt angedroht, sollte sie bestimmte Personen beim AMS melden. "Ich versuche doch nur, Menschen auf den richtigen Weg zu bringen!", erklärt Maria gegenüber "Heute".

Maria möchte jedoch Menschen helfen, ehrlich zu arbeiten und ihren Verpflichtungen gegenüber dem österreichischen Staat nachzukommen. Bei möglichen Betrügereien wolle sie keinesfalls mitwirken.

Bodyshaming auf TikTok und Facebook

Besonders verletzend sind für die Wienerin die öffentlichen Angriffe auf ihr Aussehen. Wegen ihres Übergewichts werde sie als "Peppa Pig" beschimpft. Auf TikTok würden Personen sie nachahmen und beleidigende Inhalte über sie verbreiten. Maria spricht von gezieltem Mobbing und dem Versuch, ihren Ruf innerhalb der rumänischen Community zu zerstören.

Die Angriffe würden sich vor allem auf TikTok und Facebook abspielen. Dort werde sie immer wieder zur Zielscheibe von Spott und persönlichen Beleidigungen.

Nach Drohungen Behörden eingeschaltet

Die Situation sei mittlerweile so weit eskaliert, dass Maria bereits die zuständigen Behörden eingeschaltet habe. "Ist es wirklich so weit gekommen, dass man in Österreich Angst haben muss, weil man sich weigert, Betrügereien gegenüber dem AMS und dem Sozialstaat zu unterstützen?", zeigt sich die 45-Jährige schockiert.

Sie kritisiert Menschen, die ihrer Ansicht nach bewusst keiner Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, obwohl sie arbeitsfähig wären. Um Sozialleistungen zu bekommen, werde gezielt gelogen und betrogen – Hauptsache man bekomme am Ende des Monats Geld, ohne dafür arbeiten zu müssen.

"Ich will nur ehrlichen Menschen helfen"

Trotz der Anfeindungen möchte Maria ihre Arbeit nicht aufgeben. Sie will weiterhin Landsleute bei ihrem Start in Österreich unterstützen, allerdings zieht sie inzwischen eine klare Grenze. "Die Leute, die nicht arbeiten wollen, mit denen will ich auch nicht arbeiten", stellt die Dolmetscherin klar.

Sie möchte nur noch mit Menschen zusammenarbeiten, die ehrlich sind, arbeiten wollen und die österreichischen Gesetze respektieren.

zdz, 04.11.2026, 10:18
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