Hubschrauber, Suchscheinwerfer und zahlreiche Polizisten – rund um die Gemeindebau-Siedlung in der Mitterhofergasse in Wien-Floridsdorf bot sich am Montagabend ein ungewöhnliches Bild. Wer die Szenen beobachtete, konnte beinahe glauben, die Jugendlichen hätten wie im Videospiel GTA bereits fünf Fahndungssterne gesammelt.
Doch hinter dem gewaltigen Polizeiaufgebot steckte eine großangelegte Schwerpunktaktion. Die Exekutive nahm jene Gegend ins Visier, die seit Wochen wegen Böller-Chaos, Vandalismus und randalierender Jugendlicher für Schlagzeilen sorgt.
Die Bewohner der Wohnanlage beim Trillerpark sind mittlerweile einiges gewohnt. Immer wieder berichten Anrainer gegenüber "Heute" von lauten Explosionen, Sachbeschädigungen und Jugendlichen, die bis spät in die Nacht für Unruhe sorgen.
An erholsamen Schlaf sei vielerorts kaum noch zu denken. Besonders am Halloween-Wochenende eskalierte die Situation. Laut Anrainern erreichte die Knallerei bereits Ausmaße wie zu Silvester. Auch Zigarettenautomaten wurden in der Gegend bereits vor der Halloween-Nacht gesprengt.
Nun greift die Wiener Polizei durch. Wie Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber "Heute" erklärt, waren die jüngsten Vorfälle mit Pyrotechnik und E-Scootern der Anlass für die Schwerpunktaktion am Montagabend.
Dabei setzte die Exekutive auf ein großes Aufgebot: Zahlreiche Beamte kontrollierten das Gebiet, während ein Polizeihubschrauber mit Suchscheinwerfern aus der Luft unterstützte. Der Einsatz dauerte von den Abendstunden bis in die frühe Nacht.
Jugendliche sind in der Gegend laut Polizei häufig mit E-Scootern unterwegs. Damit können sie sich bei Kontrollen rasch aus dem Staub machen. Der Hubschrauber verschaffte den Einsatzkräften also einen besseren Überblick über das Gebiet und mögliche Fluchtwege. Die Message ist klar und deutlich: Wer flüchtet, muss sich mit dem Hubschrauber messen.
Für die Anrainer könnte die verstärkte Polizeipräsenz nun zumindest etwas Entlastung bringen. Laut Dittrich finden derartige Schwerpunktaktionen regelmäßig statt.
Neben verstärkten Streifendiensten sollen auch künftig gezielte Kontrollen durchgeführt werden. Die Jugendlichen müssen somit weiterhin mit verstärkten Einsätzen rund um die Wohnanlage rechnen, auch wenn diese am Ende nur eine präventive Wirkung haben.