Wer bei Hofer nur schnell ein paar Lebensmittel einkaufen möchte, muss womöglich zum großen Einkaufswagerl greifen. Denn immer mehr Kunden beklagen in sozialen Netzwerken, dass die kleineren Modelle in den Filialen kaum noch zu finden seien.
Manche vermuten sogar, dass der Diskonter sie vollständig abgeschafft hat. Die Diskussion sorgt mittlerweile für so viel Aufsehen, dass sich Hofer selbst dazu äußert.
Eigentlich stehen bei Hofer zwei unterschiedliche Größen von Einkaufswagerln zur Verfügung. Neben der größeren Variante gibt es auch kompaktere Modelle, die sich besonders für kleinere Einkäufe eignen.
Doch genau diese kleinen Wagerl werden laut zahlreichen Beiträgen in sozialen Netzwerken zunehmend vermisst.
Ein Facebook-Beitrag, der auf mögliche Schwierigkeiten für ältere und klein gewachsene Menschen hinweist, erhielt besonders viel Zustimmung.
Auf Anfrage der "Kleinen Zeitung" nimmt das Unternehmen nun Stellung. Eine komplette Abschaffung der kleineren Einkaufswagerl sei nicht vorgesehen.
Hofer betont, dass "keine vollständige österreichweite Umstellung oder Abschaffung der kleineren Einkaufswagen" geplant sei.
Allerdings setzt der Diskonter grundsätzlich auf eine einheitliche Ausstattung seiner Standorte. Man verwende "auf ein einheitliches Einkaufswagenmodell", heißt es seitens des Unternehmens.
Das bedeutet: In den rund 540 österreichischen Filialen sind hauptsächlich größere Einkaufswagerl im Einsatz.
Ganz verzichten will Hofer auf die kompakteren Varianten aber nicht. Vor allem dort, wo weniger Platz zur Verfügung steht, kommen weiterhin kleinere Modelle zum Einsatz.
"In Filialen mit eingeschränkten Platzverhältnissen setzen wir auch Einkaufswägen mit einem geringeren Volumen ein", teilt Hofer gegenüber der "Kleinen Zeitung" mit.
Ob Kunden ein kleines Einkaufswagerl zur Verfügung steht, hängt somit auch von den räumlichen Gegebenheiten des jeweiligen Standorts ab.
Der Diskonter gehört zu den großen Lebensmittelhändlern Österreichs. Mit rund 540 Standorten und etwa 12.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Hofer zuletzt einen Jahresumsatz von rund 5,4 Milliarden Euro.
Für Kunden, die lieber ein kleines Einkaufswagerl verwenden, gibt es zumindest eine gute Nachricht: Eine österreichweite Abschaffung ist laut Hofer nicht geplant.