Kommt Arschgeweih zurück?

Wird 2026 das Comeback-Jahr alter Tattoo-Sünden?

Für viele Millennials war Tribal lange das Synonym für Tattoo-Fehlentscheidung. In den 2010ern galten sie als "peinlich". Jetzt sind sie wieder da.
Maria Ratzinger
25.02.2026, 10:17
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sie schworen sich mit 18 ewige Liebe in schwarzer Tinte, trugen geschwungene Flammen am Oberarm, Tribals am unteren Rücken, Dornenranken ums Handgelenk. Und dann kam die Reue. Cover-ups, Lasertermine, lange Ärmel im Büro. Doch jetzt passiert es wieder: Tribal ist zurück.

Gen Z entdeckt die 2000er

Low-Rise-Jeans, Schmetterlingsclips, sogar Klapphandys – und eben auch Tribal-Tattoos. Allerdings nicht eins zu eins wie früher. 2026 heißt das Ganze "Cyber Sigilism". Statt weicher Wellen dominieren aggressive Bögen, abstrakte Zeichen und schwarze Flächen.

Was für Millennials wie ein Flashback aus der Teenie-Zeit wirkt, ist für die Jüngeren pure Ästhetik. Trend-Experten prophezeien deswegen bereits ein Comeback der geschwungenen Muster am Bauch, schwarzen Flammen am Rücken und tribalartigen Ornamente am Hals.

Für manche ist es eine Erinnerung aus vergangenen Zeiten; andere wollen sie jetzt in dieser Form auch haben.
Shane / Unsplash

Von Jugendsünde zum Trend

Für viele Millennials war Tribal lange das Synonym für Tattoo-Fehlentscheidungen. In den 2010ern galten sie als "peinlich". Wer es sich leisten konnte, ließ lasern. Tattoo-Removal-Studios berichten seit Jahren von einer steigenden Nachfrage, besonders bei Motiven aus den frühen 2000ern. Namen von Ex-Partnern, Tribals, Arschgeweihe.

Und jetzt? Genau diese Ästhetik feiert ihr Comeback. Nur cleaner, stilisierter, bewusster inszeniert. Wo früher Fitnessstudio-Vibes dominierten, geht es heute um Kunst, Subkultur und Internet-Codes.

Laser-Boom ungebrochen

Parallel zum Revival wächst auch die Gegenbewegung. Laserkliniken berichten von einem anhaltenden Boom bei Tattoo-Entfernungen. Vor allem Menschen zwischen 30 und 40 lassen sich alte Tribals, Arschgeweihe oder Ex-Namen weglasern.

Aber gibt es überhaupt so etwas wie einen "Fehler" bei Tätowierungen? Denn wie Tattoo-Artist Emmanuel Fortunato im Gespräch mit dem Beauty-Magazin "Allure" sagte: "Deine Geschichte macht das Tattoo zeitlos."

{title && {title} } mia, {title && {title} } 25.02.2026, 10:17
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen